27.08.2025 14:33
Gabi Ludwig, Chefredakteurin der WDR-Landesprogramme, geht zum Ende des Jahres in den Ruhestand. Ludwig (Jahrgang 1962) kam 1984 als Volontärin während ihres Journalistik-Studiums zum WDR. 1990 wurde sie Redakteurin im Düsseldorfer WDR-Studio, später in der Redaktion Landespolitik. Ab 1996 leitete sie die Fernsehredaktion des WDR in Wuppertal und entwickelte das regionale Fenster "Lokalzeit Bergisches Land". Unter anderem moderierte sie die Sendung "Westpol" und zahlreiche Wahlsendungen im WDR Fernsehen. 2019 übernahm sie die Chefredaktion für den crossmedialen Programmbereich Landesprogramme mit der Hörfunk-, Fernseh- und Online-Berichterstattung der elf Landesstudios, der Nachmittagssendung "Hier und Heute" und der Landespolitik. In den vergangenen Jahren entwickelte Ludwig Strategien und Konzepte, um die digitalen Ausspielwege für die Berichterstattung auszubauen und zu stärken. Wie der WDR mitteilte, will der Sender die Stelle der Programmbereichsleitung mit dem Schwerpunkt regionale Berichterstattung ausschreiben.
Susanne Flügel leitet beim ZDF bis zum 31. März 2031 die Hauptabteilung Finanzen und Controlling. Der ZDF-Verwaltungsrat stimmte in seiner Sitzung am 11. Juli dem Vorschlag des Intendanten zu, ihre Beauftragung über den 31. Dezember hinaus zu verlängern. Ihre Jahresvergütung liegt nach Angaben des Verwaltungsrats bei 185.520 Euro.
Marc Felix Serrao wechselt von der "Neuen Zürcher Zeitung" (NZZ) zu Axel Springer und wird Teil der weltweiten Reporterallianz. Der 46-Jährige soll für die Springer-Marken wie "Bild", "Welt" oder "Politico" Reportagen und Porträts schreiben, Interviews führen, analysieren und kommentieren. Seine Stammredaktion wird die "Welt" sein. Auch bei Welt TV soll Serrao als Experte vertreten sein. Serrao arbeitete bereits früher bei der "Welt am Sonntag", außerdem für die "Süddeutsche Zeitung", die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" und war zuletzt Chefredakteur Deutschland bei der "NZZ".
"Thomas Münzner wird operativer Geschäftsführer der neu gegründeten Produktionsfirma "Studio Flitz" der Seven.One Studios. Diese soll sich auf die Entwicklung, Produktion und Auswertung von Creator Content für Streaming-Anbieter und Social Media fokussieren. Darüber hinaus akquiriert sie Creator Content für ProSiebenSat.1 und insbesondere die Streaming-Plattform Joyn. Seven.One Studios übernimmt mit "Studio Flitz" ab sofort die Rechte und die Produktion der neuen Staffel der Adventure-Show "The Race". Henrik Pabst, CEO der Seven.One Studios, erklärte, Creator Content sei ein stark wachsendes Segment. Mit Joyn habe man die passende Plattform, um diese Programme vornehmlich der jungen Zielgruppe anzubieten. Münzner habe diesen Trend früh erkannt und seit Jahren erfolgreich auf Joyn auf- und ausgebaut. Münzner war die vergangenen sieben Jahre bei Joyn, zuletzt als Programmchef.
Feliça Eisenbeis wird Leiterin der neu geschaffenen Einheit Unternehmenskommunikation & Nachhaltigkeit bei der Rheinischen Post Mediengruppe. Bislang hatte sie den Bereich Nachhaltigkeit verantwortet. Der bisherige Leiter Kommunikation & Öffentlichkeitsarbeit, Oliver Schaal, gibt seine Leitungsfunktion auf eigenen Wunsch auf, bleibt dem Team aber erhalten. Zentraler Ansprechpartner für Themen rund um die Kommunikation der Mediengruppe sowie Medienanfragen wird Maximilian Krone, der Schaal zuletzt bereits vertreten hatte. Eisenbeis ist Diplom-Betriebswirtin und arbeitet seit 2017 in verschiedenen Positionen für die Mediengruppe. Krone studierte Politikwissenschaft, volontierte bei der "Rheinischen Post" und ist seit 2018 Teil der Unternehmenskommunikation der Mediengruppe.
Beate Ohlsen übernimmt zum September die Leitung der Kommunikationsabteilung bei der DFV Mediengruppe (Deutscher Fachverlag). Der Bereich wird um die Abteilung Brand Activation erweitert und heißt ab sofort Corporate & Brand Communications DFV Mediengruppe. Zu den Aufgaben gehören neben der Öffentlichkeits- und Pressearbeit sowie der internen Kommunikation auch die Kundenberatung von Brand Activation. Ohlsen war vor dem Eintritt in die Mediengruppe bei Publicis und Jung von Matt als Client Service Directorin tätig. Als Leiterin für strategische Projekte bei der Commerzbank war sie unter anderem für die interne und externe Kommunikation des Zusammenschlusses der beiden Unternehmen Dresdner Bank und Commerzbank verantwortlich.
Walid Nakschbandi, Geschäftsführer der Film- und Medienstiftung Nordrhein-Westfalen, hat am 1. August interimistisch die Geschäftsführung des Mediengründerzentrums NRW (MGZ) übernommen. Wie die Filmstiftung mitteilte, wird Nakschbandi das MGZ leiten, bis eine Nachfolge für Rainer Weiland gefunden ist, der das MGZ zum 31. Juli verlassen hat. Das in Köln ansässige Mediengründerzentrum unterstützt nach Angaben der Filmstiftung junge Medienschaffende bei der Unternehmensgründung und auf ihrem Weg in den Medienmarkt. Die Stiftung ist Hauptgesellschafterin des MGZ, weitere Gesellschafterin ist die Stadt Köln, das Land Nordrhein-Westfalen ist ein wichtiger Förderer. Weiland habe die Entwicklung des MGZ seit 2021 entschidend geprägt, erklärte die Filmstiftung.
Der Schauspieler Wolfgang Hepp (84) verabschiedet sich von der Fernsehserie "Die Fallers". Die letzte Folge mit Hepp in der Rolle von Herrmann Faller werde voraussichtlich am 19. April 2026 gezeigt, teilte der SWR mit. Hepp spielt seit 31 Jahren den Patriarchen der bäuerlichen Schwarzwald-Familie. Nach Angaben des SWR verlässt er die Serie aus gesundheitlichen Gründen und will sich "altersbedingt zur Ruhe setzen". SWR-Intendant Kai Gniffke sagte, die Präsenz und das schauspielerische Können von Hepp seien beeindruckend: "Mal als polternder Patriarch, mal als leiser Beobachter. 31 Jahre sind eine stolze Zeit. Wir verbeugen uns vor einem Großen." Hepp habe die Serie von Beginn an maßgeblich geprägt. Die Schwarzwald-Serie "Die Fallers" gibt es seit September 1994, sie läuft sonntags um 19.15 Uhr im SWR und kann auch in der ARD-Mediathek abgerufen werden. Die Serie erzählt das Leben einer fiktiven Schwarzwälder Bauernfamilie.
Die Medienhäuser RTLzwei und Warner Bros. Discovery Deutschland starten am 1. November den gemeinsamen neuen Vermarkter El Cartel Brothers. Dieser soll exklusiv sämtliche TV-Werbeflächen und Teile des Digitalinventars der Partner anbieten. Sitz des neuen Unternehmens wird München sein. Die Geschäftsführung übernehmen Stephan Karrer (El Cartel) und Claudia Ziemer (Warner Bros. Discovery). Zum Portfolio von El Cartel Brothers werden die Free-TV-Sender RTLzwei, Dmax, TLC, Tele 5, HGTV und Eurosport 1 gehören sowie die Bezahlsender Warner TV Serie, Warner TV Film, Warner TV Comedy, Discovery Channel und Animal Planet. Außerdem wird El Cartel Brothers Discovery+ sowie die RTLzwei-Aktivitäten auf RTL+ vermarkten. Ziemer war seit 2007 für Warner Bros. Discovery beziehungsweise Discovery Communications tätig. Karrer ist seit Juli 2019 Geschäftsführer von El Cartel. Zuvor war er als Leiter Media Sales & Services bei dem RTLzwei-Werbezeitenvermarkter tätig. Das Bundeskartellamt hatte zuvor keine Einwände gegen das Vermarktungs-Joint-Venture erhoben.
Das ZDF trauert um seine Sportexpertin Laura Dahlmeier. Mit großer Bestürzung habe der Sender vom tragischen Tod der Kollegin erfahren, sagte ZDF-Chefredakteurin Bettina Schausten. Die Biathletin, die beim Bergsteigen in Pakistan tödlich verunglückt war, habe seit fast sechs Jahren als Expertin zur ZDF-Familie gehört. "Ihr Engagement, ihr Wissen und ihre Leidenschaft für den Sport haben unsere Berichterstattung bereichert und sie zu einer hochgeschätzten Stimme im ZDF gemacht", sagte Schausten. Dahlmeier habe viele Menschen inspiriert. Dahlmeier hatte im Mai 2019 mit 25 Jahren ihre Profikarriere als Biathletin beendet und im Dezember 2019 als Sportexpertin beim ZDF angefangen. Parallel war sie als Bergsteigerin aktiv. Während ihrer Profi-Karriere gewann Dahlmeier zwei Mal olympisches Gold, 33 Weltcup-Siege, zahlreichen WM-Medaillen und den Gesamtweltcup in der Saison 2016/2017. Am 28. Juli 2025 war sie beim Bergsteigen im pakistanischen Karakorum-Gebirge in rund 5.700 Metern Höhe von einem Steinschlag tödlich getroffen worden.
Der ehemalige Fußball-Nationalspieler Max Kruse wird bei RTL Experte für die Live-Übertragungen zur 2. Bundesliga und die Europapokal-Spieltagsshow "Matchday". Der ehemalige Nationalspieler ergänzt das Expertenteam um Felix Kroos und Patrick Helmes ab September. Kruse, der seine Spielerkarriere 2023 beendete, war bereits als Experte im "Doppelpass" von Sport1 und bei "Sky90" zu sehen. Ex-Profi Nils Petersen ist nache einem Jahr aus dem RTL-Team ausgescchieden.
Tobias Korenke verlässt die Unternehmenskommunikation der Funke Mediengruppe. Das Unternehmen bestätigte einen entsprechenden Medienbericht. Korenke gehe auf eigenen Wunsch, um sich neuen Projekten zu widmen, teilte Funke mit. Er bleibe der Mediengruppe aber weiterhin über sein Engagement bei der Krebs-Selbsthilfe-Organisation yeswecan!cer verbunden. Zur Nachfolge wollen sich Funke und Verlegerin Julia Becker Ende August äußern. Korenke ist Historiker und Publizist und war mit einer Unterbrechung seit 2013 für die Unternehmenskommunikation von Funke tätig.
Johannes Kuhn und Oliver Voß haben gemeinsam die Redaktionsleitung der Fachredaktionen Digitalisierung und Künstliche Intelligenz, Cybersecurity und Smart City bei "Tagesspiegel Background" übernommen. Wie der Verlag Der Tagesspiegel mitteilte, war Kuhn zuvor sechs Jahre Korrespondent im Hauptstadtstudio von Deutschlandfunk mit Schwerpunkt Digitalpolitik. Davor war er fünf Jahre lang als USA-Korrespondent für die "Süddeutsche Zeitung" tätig, davon zwei Jahre im Silicon Valley. Oliver Voß beschäftigt sich nach Angaben des Verlags seit fast 20 Jahren mit Digitalpolitik, Digitalwirtschaft und Technologiethemen. Er ist seit 2017 beim "Tagesspiegel" und dort seit 2022 stellvertretender Leiter des "Background Digitalisierung & KI". Das 2018 gestartete Briefing "Tagesspiegel Background Digitalisierung & KI" zählt nach Angaben des Verlags zu den reichweitenstärksten Fachinformationen des "Tagesspiegel".
Der Journalist Stefan Uhl hat zum 1. August 2025 die Redaktionsleitung des Fernsehmagazins "Stern TV" bei RTL übernommen. Er folgte auf Jürgen Brand, der nach rund 20 Jahren an der Spitze der Redaktion auf eigenen Wunsch die Aufgabe abgab, teilte die Produktionsgesellschaft i&u TV mit, die im Auftrag von RTL die Sendung produziert. Stellvertretende Redaktionsleiterin bleibt Eva Assmann. Uhl ist seit 2005 Redakteur und Autor bei "Stern TV". "Stern TV" startete am 4. April 1990 mit Moderator Günther Jauch. 2011 übernahm Steffen Hallaschka die Moderation des Magazins.
Die Schriftstellerin Doris Gercke, Erfinderin der Ermittlerin Bella Block, ist tot. Wie der Argument Verlag mitteilte, starb sie am 25. Juli im Alter von 88 Jahren in Hamburg. Gercke schrieb ab 1988 Kriminalromane, in deren Mittelpunkt die eigensinnige Kommissarin Bella Block stand. Ab 1993 wurden die Krimis für die ZDF-Reihe "Bella Block" adaptiert, in der Hannelore Hoger die Ermittlerin verkörperte. Das ZDF sendete bis 2018 insgesamt 38 Filme der Reihe. Gercke gab die Rechte an der Fernsehfigur ab, die Drehbücher wurden von anderen Autorinnen und Autoren geschrieben. Der NDR produzierte nach den Vorlagen von Gercke in den Jahren 1992 und 1995 zwei Hörspiele, in denen ebenfalls Hannelore Hoger Bella Block verkörperte.
Christopher Buschow, Professor für digitalen Journalismus an der Hamburg Media School, ist neues Mitglied im ZDF-Verwaltungsrat. Wie der ZDF-Fernsehrat nach seiner Sitzung am 18. Juli mitteilte, wählte das Gremium, das insgesamt acht der zwölf Verwaltungsräte bestimmt, den Experten für Medienökonomie im Digitalen als Nachfolger von Leonhard Dobusch. Dieser wurde in den Stiftungsrat des ORF berufen und schied deshalb aus dem ZDF-Gremium aus. In seiner Vorstellung betonte Buschow nach Angaben des Fernsehrats die Bedeutung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks für den Zusammenhalt der Gesellschaft in Zeiten des digitalen Medienkonsums mit besorgniserregenden Tendenzen. Er sagte, es werde viel über digitale Autonomie und Souveränität in Europa gesprochen, da benötige das ZDF benötige eine gute digitale Infrastruktur.
Jana Wosnitza (31) verstärkt ab August das Fußball-Team von RTL Deutschland. Wie der Sender mitteilte, gehört die Kölnerin neben ihren Einsätzen in der National Football League ab der kommenden Spielzeit gemeinsam mit Laura Papendick und Anna Kraft zum Moderationsteam im Europapokal und präsentiert die Spieltagsshow "Matchday" bei RTL+. Als neue Field-Reporterin berichte Wosnitza zudem künftig live vom Spielfeldrand über die 2. Fußball-Bundesliga.
Maximilian Orgonyi (35) erweitert als Chief Transformation Officer die Geschäftsführung von RTL Deutschland. Wie RTL mitteilte, verantwortet er künftig die Bereiche Transformation, KI-Partnerschaften sowie den Einkauf. Er berichte an CEO Stephan Schmitter. Orgonyi kam 2023 von McKinsey & Company zu RTL Deutschland, wo er unter anderem auf Strategie- und Corporate-Finance-Themen spezialisiert war. Vor McKinsey war der gebürtige Österreicher bei der Deutschen Bank in London im Bereich Mergers & Acquisitions tätig.
Inga Hofmann leitet künftig das Sportressort des Berliner "Tagesspiegel". Sie folgt auf Claus Vetter, der im April dieses Jahres verstorben war. Jörg Leopold bleibt stellvertretender Ressortleiter. Hofmann berichtet laut "Tagesspiegel" seit vielen Jahren über sportliche Themen an der Schnittstelle zu Politik und Gesellschaft. Ihre Leidenschaft gelte Sportarten wie Volleyball und Fraußenfußball. Sie sei außerdem feste Autorin des "Queerspiegels", des LGBTIQ-Angebot der Tageszeitung und setze Impulse für mehr Diversität und Repräsentation im gesellschaftlichen und sportlichen Diskurs.
Rieke Havertz und Klaus Brinkbäumer werden für ihren "Zeit"-Podcast "OK, America?" mit dem Scoop Award ausgezeichnet. Die Verleihung findet nach Angaben von Nextmedia Hamburg am 10. September in Hamburg statt. Mit dem Preis würden "zwei herausragende Medienpersönlichkeiten" für ein Format geehrt, "das exemplarisch für journalistische Exzellenz und digitale Verbreitung steht", teilte Nextmedia Hamburg mit. Der Podcast der "Zeit" liefere "fundierte Analysen zur US-amerikanischen Politik aus einer deutschen Perspektive - klug, kontinuierlich und journalistisch präzise". Nextmedia Hamburg ist die Standortinitiative zur Förderung der Medien- und Digitalwirtschaft in Hamburg.
Journalistinnen und Journalisten der Verlagsgruppe Rhein Main (VRM), der "Frankfurter Rundschau" und des Bayerischen Rundfunks (BR) sind mit dem sechsten Journalistenpreis "Ensemble" des Saarländischen Journalistenverbands (SJV) ausgezeichnet worden. In der Kategorie Multimedia ging der Preis an Vanessa Felix Arroja, Emanuel Arzig und Nadja Bedoui für ihren Beitrag "Zwischen zwei Welten", der in den Nachrichtenportalen der VRM und bei Podigee erschien. Olivia Samnick von der "Frankfurter Rundschau" erhielt den Preis in der Kategorie Text für ihre Stücke "Ein Kapitel, das fehlt" und "Schwarze Bibliotheken erzählen andere Geschichten". In der Kategorie Audio wurde "Der erste Talahon" von Janne Knödler, André Dér-Hörmeyer und Alexander Gutsfeld prämiert, der in der Podcastreihe "Wild Wild Web" des BR erschien. Der SJV vergibt den mit 8.000 Euro dotierten Preis im Auftrag der Bernhard Weiland Stiftung und in Zusammenarbeit mit der "Saarbrücker Zeitung" und dem Saarländischen Rundfunk (SR) alle zwei Jahre.
Das Straßenmagazin "Asphalt" in Niedersachsen stellt sich neu auf. Neben leichteren Bezahlmöglichkeiten für Kunden sollen Stellen in der Redaktion abgebaut werden, wie das Diakonische Werk mitteilte. "Wir sehen uns in der Verantwortung, auf den tiefgreifenden Wandel der Medienlandschaft zu reagieren", sagte Friedhelm Feldkamp, Geschäftsführer des Diakonischen Werkes Hannover und Mehrheitsgesellschafter von "Asphalt". Zum Jahresende soll eine bargeldlose Bezahlmöglichkeit eingeführt werden. Käufer könnten dann flexibler zahlen, zugleich böten sich den Verkäufern neue Vertriebsmöglichkeiten. Auch die Redaktion wird umstrukturiert. Zwei Stellen entfallen, eineinhalb bleiben erhalten. Künftig sollen freie Mitarbeiter stärker an den Texten für das Magazin mitwirken. Das Monatsmagazin wird ausschließlich durch bedürftige Menschen an festen Plätzen verkauft und ist nicht am Kiosk erhältlich. Die Verkäuferinnen und Verkäufer behalten dabei die Hälfte des Preises von 2,20 Euro für sich. Das Blatt wird derzeit in einer Auflage von rund 26.000 Zeitungen an 16 Orten in Niedersachsen angeboten.
In Hannover hat das Bürgerradio Leibniz.fm seinen Sendebetrieb aufgenommen. Leibniz.fm bringe einen neuen Sound in die Radiolandschaft und unterstütze die Kulturszene in der Region, erklärte der Trägerverein mit. Gemeinsam mit Ehrenamtlichen werde ein Programm gestaltet, das verlässliche Informationen liefere und unterschiedliche Meinungen hörbar mache. Die Musikfarbe sei von "Indie-Pop und Alternative" geprägt. Der Sender berichte über Wirtschaft, Politik, Kunst und Kultur sowie Sport aus der Region. In Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Kirchenfunk Niedersachsen-Bremen (ekn) berichte Leibniz.fm zudem in "alltagsnahen Formaten" aus der Welt der Religionen. Getragen wird der 2021 gegründete Verein nach eigenen Angaben von mehr als 200 Mitgliedern. Finanzielle Zuwendungen kommen von der Niedersächsischen Landesmedienanstalt, der Stadt und der Region. Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay (Grüne) sagte, er habe sich gemeinsam mit Regionspräsident Steffen Krach (SPD) für eine neue Lizenzausschreibung stark gemacht und gegenüber der Landesmedienanstalt auch eine langfristige Unterstützung zugesagt.
Mit der neuen Saison der Fußball-Bundesliga startet die ARD "Sportschau Live" auf Twitch. Wie der WDR miteilte, führt Moderator Malte Völz künftig jeden Bundesliga-Samstag ab 14.30 Uhr auf dem Twitch-Kanal der ARD durch die 15.30-Uhr-Partien der Liga. Bei jeder Sendung meldet sich eine Reporterin oder ein Reporter per Kommentatoren-Cam aus dem Stadion. Die Community bleibe dank Reporterinnen und Reportern aus den anderen Stadien immer auf dem neuesten Stand. Zum Auftakt am 23. August sendet Völz live von der Gamescom.
Sportdeutschland.TV wird zu Sporteurope.TV. Dieser Schritt stelle nicht nur eine Weiterentwicklung der Marke dar, sondern setze auch ein starkes Zeichen für den europäischen Zusammenhalt und die internationale Reichweite des Sportes, teilte der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) mit, der hinter dem Angebot steht. Weiterhin würden bei Sporteurope.TV Zehntausende Stunden Sport live und auf Abruf angeboten - kostenfrei sowie mit einem Bezahlmodell. Seit 2014 war Sportdeutschland.TV eine Plattform für Breiten- und Amateursport bis hin zu internationalem Spitzensport - mit über 70 Sportarten und 33 Spitzensportverbänden. Sporteurope.TV soll nach Angaben von DOSB Media in den kommenden Jahren zum zentralen Streaming-Angebot für den europäischen Sport werden.
Das Multimediaportal Domradio.de des Erzbistums Köln feiert am 29. August mit einem Gottesdienst sein 25-jähriges Bestehen. Das Pontifikalamt beginnt um 18.30 Uhr im Kölner Dom, wie Domradio.de mitteilte. Die Messe mit Erzbischof Rainer Maria Woelki und Gästen aus Kirche und Gesellschaft werde von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Portals gestaltet. Seit seiner Gründung im Jahr 2000 habe Domradio.de die Menschen mit Nachrichten, Interviews und liturgischen Angeboten versorgt. Sinnsuchende, Glaubende und Interessierte fänden im Radio, Online, auf Social-Media-Kanälen, in Podcasts und im Live-TV christliche Antworten auf Fragen des Lebens und der Gesellschaft. Die Redaktion liegt direkt am Kölner Dom.
Die ARD hat ihre Pläne mit "Hart aber fair"-Moderator Louis Klamroth konkretisiert. Danach will das Erste in zunächst drei jeweils 30 Minuten langen Sendungen einen politischen Talk mit Klamroth unter dem Motto "Politik trifft Popkultur" in der ARD-Mediathek testen, wie der Senderverbund am 6. August mitteilte. Die Sendung trägt den Titel "Press Play" und startet am 29. September. Darin werde Klamroth Ausschnitte aus Fernsehen und Internet "zum Ausgangspunkt für Gespräche über "Haltung, Humor und Herkunft" mit prominenten Gästen aus Politik und Gesellschaft nehmen. Sie widmeten sich Fragen wie: "Was regt an, was regt auf, was haben wir alle gesehen und was verbindet uns?"
Dokumentarfilme, kuratiert von renommierten Filmfestivals in Deutschland, können jetzt auf der Plattform dok@home gestreamt werden. Wie die Festivals dokKa Karlsruhe, Kasseler Dokfest, Lichter Filmfest Frankfurt International, Doxumentale Berlin und DOK.fest München mitteilten, können Nutzer der Plattform für fünf Euro pro Film ausgewählte deutsche und internationale Dokumentarfilme deutschlandweit streamen. Vertiefende Filmgespräche, aufgezeichnet bei den Festivals, ergänzen das Programm. Das Angebot wird stetig erweitert.
Die Deichtorhallen Hamburg und die Zeit Stiftung Bucerius planen ein Zentrum für Visuelle Medien in Hamburg. Die Eröffnung im Haus der Photographie ist für Anfang 2028 geplant, teilten die beiden Institutionen gemeinsam mit. Ziel des neuen Zentrums sei die innovative Erforschung und niedrigschwellige Förderung von Medienkompetenzen. Gerade in Zeiten von Desinformation in sozialen Medien und zunehmender Beeinflussung globaler Techkonzerne sei die Fähigkeit, Fake von Realität unterscheiden zu können, essenziell für die Teilhabe in einer Demokratie. Das Zentrum solle ein Ort des Austauschs werden - mit Workshops, Vorträgen und verschiedenen Bildungsformaten, vor allem für Jugendliche und ältere Menschen. Teil des Zentrums soll auch die geplante Bildungs- und Rechercheplattform "Photography Expanded" werden. Diese soll alle Videos, Kunst-Projekte und Lehrmaterialien online einem breiteren Publikum zugänglich machen.
Mit einem gemeinsamen Tiktok-Kanal wollen der Bayerische Rundfunk (BR) und der Norddeutsche Rundfunk (NDR) junge Menschen zu den Themen Landwirtschaft und Leben auf dem Land unterhalten und informieren. "Ob Milchpreise, Kartoffelernte oder das letzte Dorffest: Die Themen kommen direkt von den Höfen, aus den Dörfern, von den Menschen vor Ort. Alltagsnah, auf Augenhöhe und ohne erhobenen Zeigefinger", teilten BR und NDR zum Start des Kanals unter dem Titel "ARD Landleben" mit. Der neue Kanal auf der Social-Media-Plattform Tiktok schließe die erfolgreichen Formate "NDR auf'm Land" sowie "Unser Land" vom BR an, mit denen ein großes, an landwirtschaftlichen Themen interessiertes Publikum auf unterschiedlichen Kanälen erreicht werde. Der neue Kanal soll explizit junge Leute vom Land ansprechen mit journalistischen und zugleich unterhaltsamen Themen aus ihrem Alltag. Die redaktionelle Verantwortung für das neue Tiktok-Angebot wechsle wöchentlich zwischen NDR und BR.
Die in Berlin erscheinende "Tageszeitung" (taz) hat einen neuen Podcast zu Auslandsthemen gestartet. In der Reihe Fernverbindung sprechen die taz-Mitarbeitenden Judith Poppe, Leon Holly, Anastasia Zejneli, Fabian Schroer und Tanja Tricarico aus dem Auslandsressort im Wechsel mit den taz-Auslandskorrespondenten. Mit der Umstellung der werktäglichen Printausgabe auf digital ab Mitte Oktober 2025 möchte die taz ihrer Leserschaft nach eigenen Angaben neue Formate anbieten. "Podcasts spielen in diesem Prozess eine wachsende Rolle", erklärte der Verlag. Canset Icpinar, Leiterin der taz-Podcast-Redaktion, sagte, der neue Podcast mache das internationale Netzwerk der taz-Korrespondenten hörbar. Der Podcast erscheint wöchentlich und ergänzt die bereits bestehenden Podcasts der linken Tageszeitung, darunter der "Bundestalk" und "Klima Update", eine Kooperation des taz-Klimahubs mit dem Online-Magazin "Klimareporter".
Der WDR hat die Maus-Figur nach dem Brandanschlag in der Nacht auf den 26. Juli in Reparatur geschickt. Die Statue war von Unbekannten angezündet worden und danach am rechten Arm und im Gesicht stark verkohlt. Der WDR teilte mit, er habe Strafanzeige gestellt. Als Reaktion auf die Tat hätten den Sender zahlreiche Genesungswünsche aus ganz Deutschland erreicht. Der Leiter des WDR-Familienprogramms Matthias Körnich, sagte, die Welle der Sympathie sei "überwältigend". Für die Zeit, in der die Maus "in Kur" ist, hat der WDR einen großen Mausaufkleber am Vierscheibenhaus angebracht. Auf ihm steht: "Bin bald wieder da."
Eine niederbayerische Spezialwerkstatt hat die "Sandmann"-Musik gerettet, genauer gesagt die handschriftliche Originalkomposition. Wie der Bayerische Rundfunk (BR) am Mittwoch berichtete, wurde das Dokument über die Jahre zunehmend blasser und brüchig. Das Notenblatt hatte jahrelang hinter Spezialglas in einer Wohnung gehangen. Der Berliner Komponist und Musiker Wolfgang Richter (1928-2004) hatte die berühmte Melodie der Gute-Nacht-Sendung "Unser Sandmännchen" 1959 zu Papier gebracht. Das Notenblatt landete laut BR-Bericht bei Richters Enkelin Anne Wöhner, die sich wegen des schlechter werdenden Zustands des Papiers an Bayern1 gewandt hatte. Der Radiosender stellte den Kontakt zu Werner Obermeiers Buchbinderei her, die brüchige Stellen und Risse in dem Papier ausbesserte. Die Kindersendung "Unser Sandmännchen" stammt aus der früheren DDR und wird seit 1959 produziert.
Der Medienrat der Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein (MA HSH) ist nun vollständig besetzt. Wie die MA HSH dem epd mitteilte, tagte das Gremium am 23. Juli erstmals in der laufenden Amtsperiode in kompletter Besetzung, und zwar mit jeweils fünf Mitgliedern aus Hamburg und Schleswig-Holstein. Dem Gremium gehört seit dem 24. Juni Erhard Wohlgemuth als fünfter Vertreter aus Hamburg an. Ende 2022 hatte sich der Medienrat mit nur neun Mitgliedern für die neue fünfjährige Amtsperiode konstituiert. Ein von Hamburg zu vergebender Sitz blieb vakant. Der schleswig-holsteinische Landtag hatte im September 2022 fünf Mitglieder und zwei Ersatzmitglieder gewählt. Die Bürgerschaft in Hamburg wählte im November 2022 neben zwei Ersatzmitgliedern aber nur vier Mitglieder. Im damaligen Medienstaatsvertrag zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein war geregelt, dass keines der beiden Hamburger Ersatzmitglieder den freien Platz einnehmen konnte. Festgelegt war, dass die Ersatzmitglieder nur aufrücken, wenn ein gewähltes Mitglied aus dem Medienrat ausscheidet. In der Folge brachten Hamburg und Schleswig-Holstein eine Staatsvertragsnovelle auf den Weg, die am 24. Juni in Kraft trat. Darin wurde verankert, dass die bisherigen Ersatzmitglieder zu stellvertretenden Medienratsmitgliedern werden. Wird von den Parlamenten nicht die komplette Anzahl von ordentlichen Mitgliedern gewählt, rückt das erste stellvertretende Mitglied aus dem betreffenden Land in den Medienrat auf. Erhard Wohlgemuth, früher Geschäftsführer des Freien Hamburger Radios Freies Senderkombinat, war bereits von 2017 bis 2022 Mitglied des Medienrats.
Der Katholikentag im kommenden Jahr in Würzburg will nicht-kommerzielle digitale Kommunikationsräume stärken. Der Geschäftsführer des Deutschen Katholikentags, Roland Vilsmaier, sagte, die Veranstaltung wolle den Besucherinnen und Besuchern und den christlichen Einrichtungen in Deutschland zeigen, "dass es neben den bekannten sozialen Netzwerken auch andere Wege der digitalen Kommunikation gibt: datenschutzfreundlich und ohne kommerzielle Interessen". Der 104. Deutsche Katholikentag findet vom 13. bis 17. Mai 2026 in Würzburg statt. Zu diesem Anlass wollen Katholikentag und Katholisches Datenschutzzentrum Bayern kooperieren und das sogenannte Fediverse stärker nutzen. Der Begriff Fediverse setzt sich aus den Wörtern "Federation" und "Universe" zusammen und bezeichnet einen Zusammenschluss dezentraler sozialer Netzwerke, auf dem Nutzerinnen und Nutzer wie auf einer einzigen Plattform miteinander agieren können. "Das Fediverse ist für uns eine Einladung zu einem neuen digitalen Miteinander", sagte Vilsmaier. Es gebe dort keine personalisierte Werbung und keine versteckte Profilerstellung. In den kommenden Monaten werden beide Partner regelmäßig Informationen zum Katholikentag über den Messengerdienst Mastodon teilen.
Zum Start der Fußball-Bundesliga-Saison 2025/26 gehen das Sportmagazin "Kicker" und der "Tagesspiegel" aus Berlin eine neue Vertriebskooperation ein. Abonnentinnen und Abonnenten des "Tagesspiegels" erhalten sechs Monate lang einen kostenfreien Zugang zu Kicker+, dem digitalen Premiumangebot der Sportmedienmarke. "Tagesspiegel"-Vertriebsleiter Caspar Seibert erklärte, der Kicker sei ein starker Partner, der die digitale Sportberichterstattung perfekt ergänze. Jan Freythaler, Head of Subscriptions Digital beim "Kicker" sage, mit dem Angebot weite das Magazin seine Kooperationen auf den regionalen Zeitungsmarkt aus. Der "Kicker" hat seit einem Jahr eine Digital-Abo-Kooperation mit der "Süddeutschen Zeitung".
red
Zuerst veröffentlicht 08.08.2025 09:22 Letzte Änderung: 28.08.2025 09:15
Schlagworte: Medien, Personalien, Preise, Auszeichnungen, NEU
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