US-Regierung plant Einschränkungen für Journalisten-Visa - epd medien

29.08.2025 15:02

Washington (epd). Die US-Regierung plant, die Gültigkeit von Visa für ausländische Journalisten künftig auf 240 Tage zu begrenzen. Ein entsprechendes Vorhaben, das auch Einschränkungen für ausländische Studierende vorsieht, stellte das Heimatschutzministerium am 27. August vor. Gegenwärtig werden Journalistenvisa für deutlich längere Zeit gewährt.

Dem Vorhaben zufolge sollen sich ausländische Medien-Beschäftigte nach Ablauf ihres Visums um eine weitere Verlängerung bei der Einwanderungsbehörde USCIS um 240 Tage bewerben können. Dabei sei die Aufenthaltserlaubnis strikt an den "temporären Auftrag" der Journalisten gebunden und dürfe diesen nicht überschreiten. Vorgesehen seien auch "regelmäßige Bewertungen" der Aufenthaltsberechtigung durch das Ministerium.

Angebliche Sicherheitsrisiken

Für Studierende sollen Visa künftig maximal vier Jahre gelten. Das Heimatschutzministerium begründete die vorgeschlagenen Neuerungen damit, dass in der Vergangenheit "ausländische Studenten und andere Visainhaber praktisch unbegrenzt lang" in den USA hätten bleiben können. Das habe Sicherheitsrisiken geschaffen. Dieser "Missbrauch" werde nun abgeschafft.

Die Öffentlichkeit habe nun 31 Tage Zeit, sich zu der Änderung zu äußern, hieß es. Nach Angaben des Ministeriums schlug Präsident Donald Trump die Neuerung bereits in seiner ersten Amtszeit 2020 vor. Die Regierung seines Nachfolgers Joe Biden habe die Initiative allerdings wieder zurückgezogen - "zum Schaden von US-Bürgern und Steuerzahlern", schrieb das Ministerium.

ege



Zuerst veröffentlicht 29.08.2025 17:02

Schlagworte: Medien, USA, Journalismus

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