Januar 2026 - epd medien

09.01.2026 10:35

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Personalien


Der Zweite Chefredakteur von ARD-aktuell, Helge Fuhst, verlässt die ARD. Eine NDR-Sprecherin bestätigte dem epd entsprechende Medienberichte. Wann Fuhst ausscheidet und wohin er wechselt, könne noch nicht kommuniziert werden, sagte sie. Der 41-Jährige ist seit 2019 vom WDR zu ARD-aktuell entsandt, dort ist er für die "Tagesthemen" verantwortlich. Zuvor war er unter anderem beim WDR persönlicher Referent des früheren Intendanten Tom Buhrow und später auch Vize-Leiter der WDR-Intendanz. Im Juni 2024 unterlag Fuhst in einer Stichwahl für das WDR-Intendantenamt deutlich gegen Katrin Vernau.

Die TV-Moderatorin Julia Ruhs hat schreibt künftig für "Bild". Die Kolumne mit dem Titel "Meine Meinung" solle mindestens zweimal im Monat auf Bild.de erscheinen, teilte das Boulevardmedium mit. "Bild"-Chefredakteurin Marion Horn bezeichnete Ruhs als "eine analytisch scharfe Journalistin, die einen mutigen und unverstellten Blick auf die gesellschaftliche Lage hat". Die 1994 geborene Ruhs, die sich selbst als liberal-konservativ bezeichnet und bereits eine Kolumne auf "focus.de" hat, volontierte beim Bayerischen Rundfunk (BR), für den sie auch die Sendung "Klar" moderiert. Zunächst hatte Ruhs durch die von BR und NDR gemeinsam produzierten Pilot-Sendungen geführt. Der NDR will zwar das Format mit dem BR fortsetzen, lässt aber seine Ausgaben künftig von der früheren "Bild"-Chefredakteurin Tanit Koch moderieren.

Der Schauspieler Walter Schultheiß ist tot. Er starb am 22. Dezember 2025 im Alter von 101 Jahren in Wildberg bei Stuttgart, wie seine Familie dem SWR Anfang Januar bestätigte. Seine Schauspiel-Karriere startete der in Tübingen geborene Schultheiß nach Kriegsende. Zunächst spielte er in Stuttgart Theater, schaffte dann 1963 mit Werner Veidt und den "Straßenkehrer-Sketchen" im Radio des damaligen Süddeutschen Rundfunks den Durchbruch. Schultheiß wirkte in vielen Hörspielen, Fernsehfilmen und Serien mit, darunter "Schwäbische Geschichten", "Köberle kommt" und "Oh Gott, Herr Pfarrer". Schultheiß sei ein "Urgestein des Mundart-Schauspiels" gewesen, würdigte SWR-Intendant Kai Gniffke den Schauspieler. Im ARD-"Tatort" rund um die Fälle von Kommissar Ernst Bienzle mimte er den Hausmeister Rominger, "den Idealtyp des sympathisch-bruddeligen Schwaben", wie Gniffke sagte. Schultheiß spielte bis ins hohe Alter in Stuttgart Theater.

Ferenc Földesi leitet ab 1. Februar die taz-Genossenschaft. Er folgt auf Lana Wittig. Nach Angaben der taz bringt Földesi Erfahrungen aus leitenden Positionen in der strategischen Organisationsentwicklung, aus Veränderungsprozessen und dem Fundraising mit. Unter anderem war er für den Verein Oxfam Deutschland und zuletzt für die Bundesgeschäftsstelle der Grünen tätig. Die taz-Genossenschaft, in die Leserinnen und Leser, aber auch Unternehmen einzahlen, um die Unabhängigkeit der in Berlin erscheinenden "tageszeitung" (taz) zu sichern, hat nach Angaben des Verlags mehr als 25.000 Mitglieder. Im Herbst 2025 stellte die Zeitung ihr Erscheinen unter der Woche auf ein digitales e-Paper um. Weiterhin gedruckt erscheint die "Wochentaz".

Beim "Auslandsjournal" ddes ZDF steht ein Moderatorenwechsel an: Ab 14. Januar präsentieren die Journalistinnen Shakuntala Banerjee und Alica Jung das TV-Magazin. Sie lösen Antje Pieper ab, die laut ZDF über zehn Jahre die Sendung moderierte und seit Januar das ZDF-Studio in Rom leitet. Die 1973 geborene Banerjee verantwortet seit November 2024 die ZDF-Hauptredaktion Politik und Zeitgeschehen und ist als Moderatorin von ZDF-Wahlsendungen und "ZDF spezial"-Ausgaben bekannt. Davor berichtete sie vier Jahre aus dem ZDF-Europa-Studio in Brüssel. Jung moderiert seit vier Jahren "ZDFheute live" und ist als Reporterin für die ZDF-Hauptredaktion Aktuelles unterwegs. Unter anderem berichtete sie aus der Ukraine und Israel. Das "Auslandsjournal" startete im Oktober 1973.

Preise


Die Redaktion der "Jüdischen Allgemeinen" wird mit dem Tacheles-Preis ausgezeichnet. Der Verein "Werte-Initiative - jüdisch-deutsche Positionen" teilte mit, er würdige damit deren "kontinuierliche Arbeit als wichtige jüdische und öffentliche Stimme in Deutschland". Der Preis soll am 19. Mai in Berlin überreicht werden. Die "Jüdische Allgemeine" erscheint einmal wöchentlich als Printausgabe sowie online. Sie gilt als auflagenstärkstes Periodikum des deutschen Judentums und berichtet über Politik, Kultur, Religion und jüdisches Leben.

Kurzmeldungen


Zum Deutschland-Start von HBO Max aus dem Hause Warner Bros. Discovery am 13. Januar gibt es gleich mehrere Partnersender. Ein Bundle bietet der Streamingdienst mit RTL+ an. Die Kunden in Deutschland und bald auch in Österreich können laut RTL+ entweder RTL+ Premium und HBO Max Basis mit Werbung für 11,99 Euro oder RTL+ Premium und HBO Max Standard für 17,99 Euro monatlich abonnieren. Im Paket seien die Tarife günstiger als bei einer Einzelbuchung, ebenfalls im ersten Monat nach Start, hieß es. Launch-Partner ist außerdem Waipu.tv. Die Senderplattform wirbt ebenfalls mit einem Preisvorteil gegenüber einer getrennten Buchung: Das Bundle HBO Max und Waipu.tv Perfect Plus ist ab 17,99 Euro im Monat erhältlich. Der Sender HBO wurde mit Produktionen wie "House of the Dragon", "The White Lotus" und den Serienklassikern "Game of Thrones", "Sex and the City" oder "Friends" bekannt.

Die Medienanstalt Sachsen-Anhalt hat turnusmäßig den Vorsitz der Arbeitsgemeinschaft der mitteldeutschen Landesmedienanstalten von der Thüringer Landesmedienanstalt (TLM) übernommen. Auf dem Jahrestreffen der Gruppe im Dezember 2025 in Erfurt übergab TLM-Direktor Jochen Fasco den Vorsitz an seinen Nachfolger Martin Heine. Die Amtszeit des Vorsitzes beträgt zwei Jahre. Danach geht der Staffelstab an die Sächsische Landesmedienanstalt (SLM). Die Medienanstalt Sachsen-Anhalt, die TLM und die SLM wollen mit der Arbeitsgemeinschaft den Medienstandort Mitteldeutschland stärken, unter anderem durch gemeinsame Projekte.

Die "Sesamstraße"-Figuren Ernie und Bert werden zu Ampelmännchen. Vom 13. Januar an heißt es an Fußgängerampeln nahe der Hamburger NDR-Standorte: "Bei Bert bleibst du stehen, bei Ernie kannst du gehen." Ampeln am Hugh-Greene-Weg/Ecke Julius-Vosseler-Straße und an der Rothenbaumchaussee/Ecke Oberstraße würden entsprechend gestaltet, teilte der NDR mit. Der Sender produziert seit mehr als 50 Jahren die deutsche "Sesamstraße".

Die Bauer Media Group (BMG) übernimmt die französische Programmzeitschrift "Télé 7 Jours" und deren weitere Ausgaben "Télé 7 Jours Jeux" und "Télé 7 Jeux". Der Zukauf stelle eine strategisch bedeutende Ergänzung für Bauer Media France (BMF) dar, erklärte die BMG. Zu BMF gehören bereits die Titel "Télécâble Sat Hebdo", "Maxi" und "Maxi Cuisine". "Télé 7 Jours" sei ein "Maßstab für Qualität in der Medien- und Entertainment-Welt", sagte Ingo Klinge, President Publishing & CEO Publishing Germany. Die Akquisition unterstreiche die hohe Bedeutung, die Bauer Media dem Publishinggeschäft beimesse. "Télé 7 Jours" hat den Angaben zufolge eine verkaufte Auflage von 660.415 Exemplaren. Die BMG mit Hauptsitz in Hamburg ist ein Familienunternehmen, das mit mehr als 12.000 Mitarbeitenden Print- und Online-Publikationen, Audio-Entertainment sowie Außenwerbung anbietet.

red



Zuerst veröffentlicht 09.01.2026 08:57 Letzte Änderung: 09.01.2026 11:35

Schlagworte: Medien, Personalien, Preise, Kurzmeldungen, NEU

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