FBI-Hausdurchsuchnung bei Reporterin der "Washington Post" - epd medien

14.01.2026 15:47

Washington (epd). Das FBI hat laut Medienberichten am Mittwoch die Wohnung der "Washington Post"-Reporterin Hannah Natanson durchsucht. Nach Angaben der "Post" beschlagnahmten die FBI-Ermittler Natansons Telefon und zwei Laptops. Die Beamten hätten Natanson informiert, dass sie nicht die Zielperson der Ermittlungen sei. Es gehe vielmehr um Ermittlungen im Fall eines Regierungs-Contractors, der beschuldigt wird, geheime Unterlagen entwendet zu haben, berichtete die "Washington Post". Die Zeitung gehört dem Amazon-Gründer Jeff Bezos.

Natanson hat in der Zeitung intensiv über umfassende Entlassungen von Regierungsmitarbeitern unter Präsident Donald Trump berichtet. Der Medienexperte Jameel Jaffer von der Columbia University in New York City bezeichnete die FBI-Aktion in der "New York Times" als "äußerst besorgniserregend" wegen ihrer möglicherweise bedrohenden Wirkung auf den Journalismus. Die "Post" schrieb, es sei "höchst ungewöhnlich", dass Ermittlungsbehörden die Wohnung eines Reporters durchsuchen.

Meldung aus dem epd-Basisdienst

ege



Zuerst veröffentlicht 14.01.2026 16:47

Schlagworte: USA, Medien

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