15.01.2026 17:23
Wiesbaden, Gießen (epd). Der hessische Innenminister Roman Poseck (CDU) hat bei einem Treffen mit Journalistinnen und Vertretern des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV) Hessen am Donnerstag in Wiesbaden einen besseren Umgang der Polizei mit Pressevertretern versprochen. Die hessenweiten Fortbildungen von Einsatzkräften zum Umgang mit Medienvertretern würden vertieft, sagte Poseck laut Mitteilung des DJV. "Die Pressearbeit ist ein hohes demokratisches Gut", unterstrich der Innenminister. An dem Treffen nahmen auch der mittelhessische Polizeipräsident Torsten Krückemeier und Landespolizeipräsident Felix Paschek teil.
Anlass des Treffens war der Protest von Medienvertretern und des DJV gegen die Behinderung von Reporterinnen und Reportern durch die Polizei bei den Anti-AfD-Demonstrationen am 29. November 2025 in Gießen. Zu den Protesten kam es anlässlich der Gründung der AfD-Jugendorganisation "Generation Deutschland" an diesem Tag in Gießen. Polizisten hatten Journalistinnen und Journalisten des Evangelischen Pressedienstes (epd), der "tageszeitung", des ZDF sowie privater Radiosender trotz Vorlage eines gültigen Presseausweises den Weg versperrt.
Der erste Vorsitzende des DJV Hessen, Knud Zilian, betonte bei dem Treffen: "Die freie Berichterstattung ist ein zentrales Gut unserer Demokratie. Dieses Gut muss bei allen Polizeieinsätzen gewahrt bleiben." Zilian forderte eine verbesserte Schulung sowie eine stärkere Fort- und Weiterbildung von Polizisten im Umgang mit der Presse und bot die Unterstützung des Journalistenverbands an. Zudem verlangte er einen besseren Schutz von Medienschaffenden bei großen Demonstrationen.
Meldung aus dem epd-Basisdienst
lmw
Zuerst veröffentlicht 15.01.2026 18:23
Schlagworte: Polizei, Medien
zur Startseite von epd medien