21.01.2026 08:36
Bensheim (epd). Die Jury der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste hat "Damaskus danach" zum Hörspiel des Monats Februar gewählt. Das NDR-Stück von Mudar Alhaggi sei keine Heldengeschichte, sondern berichte von einer "Gefühlswelt jenseits der Schlagzeilen berichten, von einer inneren Zerrissenheit und der Angst vor Missbrauch von Hoffnung und Utopie", teilte die Akademie am Montagabend in Bensheim mit. Es sei das Besondere an "Damaskus danach", diese Ambivalenz in den Vordergrund zu stellen, "in einer Zeit, in der es einfache Wahrheiten viel leichter haben als komplexe Erzählungen".
In dem von Anouschka Trocker inszenierten Stück spiegele sich das Verwischen von Grenzen zwischen Wahn und Realität, als Folge traumatischer Erlebnisse von Diktatur und Krieg, in den immer wiederkehrenden Alpträumen des Protagonisten, hieß es.
Auch scheinbar unvereinbare Positionen zwischen Freunden und Familien, die alle unterschiedlich auf den Sturz Assads reagieren, seien Teil der Erzählung. Dies auszuhalten und trotzdem im Gespräch zu bleiben, präsentiere "Damaskus danach" als Lösung und gebe damit mehr Hoffnung als jede Heldengeschichte.
Die Jury der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste wählt das Hörspiel des Monats unter allen Hörspielproduktionen des Jahrgangs aus. Eingereicht werden die Hörspiele von der ARD, von Deutschlandradio, vom SRF und vom ORF. Der Jury gehören in diesem Jahr die Schriftstellerin Olga Grjasnowa und die Musikerin Masha Qrella an. Gastgebender Sender ist das Deutschlandradio.
nbl
Zuerst veröffentlicht 21.01.2026 09:36
Schlagworte: Medien, Auszeichnungen, Hörfunk, NDR, Alhaggi, nbl
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