26.01.2026 04:45
Berlin (epd). Jugendliche wünschen sich laut einer Studie im Auftrag der Arbeiterwohlfahrt (AWO) eine stärkere und gezieltere Regulierung von Sozialen Medien. Laut einer nicht repräsentativen Studie lehnen sie ein pauschales Verbot ab 16 Jahren, wie es politisch diskutiert wird, aber ab. "Die meisten Stimmen sprechen sich für ein Mindestalter von 14 Jahren aus, da Jugendliche ab diesem Alter reifer und strafmündig seien und in der Schule bereits grundlegende Medienkompetenzen erworben hätten", heißt es in der Studie, die am Montag veröffentlicht werden soll und dem Evangelischen Pressedienst (epd) vorab vorlag.
Zudem wünschen sich die Befragten, dass Plattformen wie Youtube, WhatsApp oder Tiktok mit Blick auf die jeweiligen Gefahren wie Falschinformationen und Gewaltdarstellungen reguliert werden. Im Auftrag der Arbeiterwohlfahrt (AWO) befragte das Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik (ISS) den Angaben zufolge im vergangenen November dreißig Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren, die verschiedene AWO-Einrichtungen für Kinder und Jugendliche besuchen. Es handelt sich um eine qualitative Studie, die keinen gesamtgesellschaftlichen Trend abbildet, sondern nach Angaben der Arbeiterwohlfahrt die Motive, Ambivalenzen und Alltagsrealitäten erkunden soll, die Haltungen zu einem möglichen Social-Media-Verbot begleiten.
Bei der Regulierung nehmen die befragten Jugendlichen auch die Eltern in die Verantwortung. "Mehrere Teilnehmende wünschten sich, dass Eltern besser verstehen, wie Jugendliche Medien nutzen und wo Gefahren liegen", sagte der Studienleiter Marius Hilkert dem epd. Im Rückblick würden einige der Befragten auch die Kinderschutz-Apps positiver bewerten, mit denen Eltern ihre Handy-Nutzungsdauer begrenzt haben.
Meldung aus dem epd-Basisdienst
liw
Zuerst veröffentlicht 26.01.2026 05:45
Schlagworte: Soziales, Medien, Jugend
zur Startseite von epd medien