04.02.2026 05:21
München (epd). Aus Sicht von Bastian Pastewka hat sich der Krimi in die "Unterhaltungs-DNA dieser Republik eingebacken". Der Krimi sei die ideale Erzählform, "weil wir uns anscheinend nach einer geordneten Welt mit klaren Lösungen sehnen", sagte Pastewka der "Süddeutschen Zeitung" (Mittwoch).
Der Schauspieler und Comedian sieht Gründe dafür in der deutschen Geschichte: "Zwischen 1933 und 1945 wurde in Deutschland sämtliche Kultur ausgelöscht. Die Literatur und die Unterhaltung, die uns dann die Alliierten mitbrachten, eröffneten eine neue Welt: George Simenons 'Maigret', Agatha Christies 'Poirot', Raymond Chandlers 'Der tiefe Schlaf'."
Pastewka hat jüngst die Krimikomödie "Fabian und die mörderische Hochzeit" gedreht, die ab 6. Februar auf Amazon Prime zu sehen ist. Vor mehr als 20 Jahren war er mit den "Wixxer"-Filmen erfolgreich, die die Edgar-Wallace-Filme parodierten.
"Begonnen hat es für mich mit dem ersten 'Wixxer'-Film 2004", sagte der 53-jährige: "Als wir mit den Dreharbeiten fertig waren, sagten uns viele: 'Da habt ihr eine schöne Edgar-Wallace-Parodie hingelegt - doch eine Parodie auf etwas, das in den Sechzigern populär war, das zieht kein Publikum.'" Den Film hätten dann aber zwei Millionen Menschen gesehen.
Nach eigenen Worten tut sich Pastewka schwer, einen Erfolg von Filmen vorherzusagen: "Wenn ich bei der Arbeit ein gutes Gefühl habe, muss das nicht heißen, dass der Film auch dem Publikum gefällt. Ich selbst habe nie ein Humor-Radar entwickelt, das mir anzeigt, ob die Dinge wirklich lustig sind."
Meldung aus dem epd-Basisdienst
kfr
Zuerst veröffentlicht 04.02.2026 06:21
Schlagworte: Medien, Film, Krimi, Leute
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