06.02.2026 15:07
Hamburg/Hannover (epd). Andrea Lütke bleibt stellvertretende Intendantin des Norddeutschen Rundfunks (NDR). Der NDR-Rundfunkrat wählte sie am Freitag in Hamburg mit Wirkung zum 1. Juli für weitere fünf Jahre in das Amt. Die Fernsehjournalistin nannte drei Schwerpunkte, die ihre Arbeit als stellvertretende Intendantin in den kommenden Jahren begleiten sollen: die Neuausrichtung der Regionalität des NDR, seine Zukunftssicherung durch gute Ausbildung und Nähe zum Publikum sowie den Zusammenhalt und die Unternehmenskultur im NDR. Zur künftigen Rundfunkratsvorsitzenden wählte das Gremium Cornelia Höltkemeier.
Lütke ist seit 2019 Direktorin des NDR-Landesfunkhauses Niedersachsen und seit 2020 stellvertretende Intendantin des NDR. Der Verwaltungsrat hatte dem Rundfunkrat im November vorgeschlagen, sie für eine zweite Amtszeit zur stellvertretenden Intendantin zu wählen. Bei der Wahl erhielt die gebürtige Hamburgerin eine Zustimmung von 91,3 Prozent: Von 46 anwesenden Rundfunkratsmitgliedern stimmten 42 für Lütke - bei drei Nein-Stimmen und einer Enthaltung.
Lütke sagte, Regionalität sei für sie Legitimation und Kern des öffentlich-rechtlichen Auftrags. Im Programm solle das Regionale mehr Perspektiven aufzeigen. Künstliche Intelligenz (KI) werde der NDR nutzen, aber verantwortungsvoll einsetzen. Sie betonte: "Unsere Reporter vor Ort werden durch keine KI ersetzt werden können."
Der Vorsitz des Rundfunkrats geht zum 3. März turnusgemäß für die folgenden 15 Monate von Schleswig-Holstein an Niedersachsen über. Einstimmig wählten die Rundfunkratsmitglieder Cornelia Höltkemeier zur neuen Vorsitzenden, Sandra Goldschmidt zur 1. stellvertretenden Vorsitzenden, Dietmar Knecht zum 2. stellvertretenden Vorsitzenden und den bisherigen Vorsitzenden Nico Fickinger zum 3. stellvertretenden Vorsitzenden.
lnh
Zuerst veröffentlicht 06.02.2026 16:07 Letzte Änderung: 06.02.2026 16:49
Schlagworte: Medien, Personalien, NDR, Lütke, NEU
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