BJV unterstützt Evangelischen Presseverband für Bayern - epd medien

18.02.2026 13:48

Das von drastischen Kürzungen bedrohte zentrale evangelische Medienhaus in Bayern hat nun Unterstützung vom Bayerischen Journalistenverband bekommen. Die redaktionelle Unabhängigkeit des Evangelischen Presseverbandes müsse erhalten bleiben.

München (epd). Der Bayerische Journalistenverband (BJV) hat dem Evangelischen Presseverband für Bayern (EPV) seine Solidarität ausgesprochen. "Wir blicken mit Sorge auf die Ankündigung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB), sich aus der Finanzierung des EPV zurückzuziehen", sagte der BJV-Vorsitzende Harald Stocker am Mittwoch. "In einer Zeit, in der die Demokratie bedroht ist, müssen die journalistische Orientierung und redaktionelle Unabhängigkeit des EPV erhalten bleiben."

Die Co-Finanzierung durch die Landeskirche habe die journalistische Unabhängigkeit gesichert und gemeinwohlorientierten Journalismus mit christlichen Inhalten garantiert. Die Kirche "hat mit dem EPV einen publizistischen Leuchtturm glaubwürdiger Medien", betonte Stocker. Soziale Netzwerke, deren Algorithmen polarisierende Inhalte bevorzugten, "ersetzen keinen gesellschaftlich relevanten Journalismus mit christlichen Inhalten". Diese "einzigartige journalistische Stimme" würde in Bayern fehlen.

Landeskirche will mehr in Öffentlichkeitsarbeit investieren

Die ELKB hatte am vergangenen Freitag bekannt gegeben, die derzeitigen Zuwendungen an den EPV angesichts veränderter "finanzieller und medialer Rahmenbedingungen" zum Jahresende zu streichen und die Kommunikation über ihre eigene Arbeit auszubauen. Nach Angaben von EPV-Direktor Roland Gertz erhält der Verein im laufenden Jahr einen allgemeinen Zuschuss von rund 2,6 Millionen Euro.

Zum Angebot des Medienhauses gehören unter anderem die Wochenzeitung "Sonntagsblatt", das Portal "sonntagsblatt.de", der Buchverlag claudius und die Evangelische Funk-Agentur (efa) sowie das Evangelische Fernsehen (efs). Auch der Landesdienst Bayern des Evangelischen Pressedienstes (epd) gehört bislang zum EPV. Er bleibe als unabhängige Nachrichtenagentur "wichtiger Bestandteil" kirchlicher Medienpräsenz, teilte die Landeskirche mit, ohne Angaben zur künftigen Trägerstruktur zu machen.

Meldung aus dem epd-Basisdienst

lbm



Zuerst veröffentlicht 18.02.2026 14:48 Letzte Änderung: 18.02.2026 16:46

Schlagworte: Medien, Kirchen, NEU

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