ARD-Popwellen setzen KI für regionalisierte Verkehrs-Infos ein - epd medien

25.02.2026 11:00

In den gemeinsamen abendlichen Pop-Strecken von ARD-Radios gibt es Wetter- und Verkehrsinfos bisher nur einheitlich auf bundesweiter Ebene. Das soll sich mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) nun ändern.

ARD-Popwellen auf einem Smartphone

Frankfurt a.M. (epd). Die ARD-Popwellen setzen künftig Künstliche Intelligenz (KI) ein, um in ihrem gemeinsamen Angebot regionalisierte Verkehrs- und Wetterinformationen zu senden. Das werde in den Sendungen "Pop - Die Abendshow" und "Popnacht" am 3. März eingeführt, teilte die ARD am Mittwoch mit. Seit Anfang 2025 strahlen acht Wellen diese gemeinsamen Strecken aus, produziert werden beide von SWR3 in Baden-Baden. Sie werden von HR3, RBB 88.8, MDR Jump, NDR2, Bremen Vier, SR1 und WDR2 übernommen. Der Bayerische Rundfunk (BR) ist an dieser Kooperation nicht beteiligt.

Nach Angaben der ARD ist es bislang so, dass in der Regel eine Person die Sendungen live für die acht Popwellen moderiert. Wetter- und Verkehrshinweise könnten deshalb nur einheitlich auf bundesweiter Ebene ausgespielt werden. In Zukunft gebe es zur vollen Stunde für jedes beteiligte Sendegebiet entsprechende Verkehrsmeldungen. Hinzu kämen zur halben Stunde regionalisierte Wetter- und Verkehrsinformationen.

KI-gestütztes Sprachausgabesystem

Den Angaben zufolge schreiben und prüfen Redakteurinnen und Redakteure in den einzelnen Wetter- und Verkehrsredaktionen die Meldungstexte, die auf verschiedene Sendegebiete ausgerichtet sind. Die redaktionelle Verantwortung und die Kontrolle über alle Inhalte bleibe bei Menschen.

Die regionalisierten Meldungen werden laut ARD anschließend von einem KI-gestützten Sprachausgabesystem vertont. Sie seien auf das Sounddesign der jeweiligen Popwelle abgestimmt. Zur Vertonung würden Stimmen eingesetzt, die auf den Originalstimmen von Moderatoren beruhen. Die Stimmen seien ausschließlich für diesen Zweck entwickelt worden und unterlägen "strengen Datenschutz- und Sicherheitsvorgaben".

Entwicklung durch SWR und SWR

Bei jeder Ausspielung der regionalisierten Wetter- und Verkehrsinformationen gebe es einen "klaren Transparenzhinweis". Die ARD hob hervor, dass die eingesetzte KI "weder selbstständig formulieren noch selbst Inhalte verändern" dürfe. Gebe es akute Gefahrensituationen, etwa bei Falschfahrern, übernehme wie bisher die Live-Moderation im Programm.

Entwickelt und konfiguriert wurde das KI-gestützte System nach ARD-Angaben in enger Kooperation von SWR und WDR. Diese ARD-interne Lösung stelle "maximale Sicherheit und Hoheit über die Technik sicher".

vnn



Zuerst veröffentlicht 25.02.2026 12:00 Letzte Änderung: 25.02.2026 12:23

Schlagworte: Medien, Hörfunk, KI, NEU

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