Bayerischer Landesbischof betont Bedeutung evangelischer Publizistik - epd medien

03.03.2026 12:04

Der bayerische Landesbischof Kopp hat sich zur evangelischen Publizistik bekannt. Nach den Diskussionen um die Vertragskündigung mit dem Medienhaus EPV müsse es jetzt zeitnah Gespräche geben.

Landesbischof Christian Kopp

München (epd). Der bayerische Landesbischof Christian Kopp hat die Bedeutung der evangelischen Publizistik hervorgehoben. Die Kirche brauche auch in Zukunft unbedingt kritische journalistische Arbeit - auch gegenüber der Kirche selbst, sagte der Theologe am Dienstag im Münchner Presseclub: "Es ist selbstverständlich, dass die evangelische Kirche in Bayern Publizistik unterstützt und Publizistik liebt."

Es sei nie darum gegangen, die finanzielle Unterstützung dafür komplett einzustellen, sagte Kopp mit Blick auf die jüngste Ankündigung, den Vertrag mit dem zentralen evangelischen Medienhaus, dem Evangelischen Presseverband für Bayern (EPV), zum Jahresende zu kündigen. Über die Diskussion und Berichterstattung zu dem Thema zeigte sich Kopp "sehr, sehr unglücklich". Er dringe darauf, dass "extrem zeitnah" Gespräche zwischen Landeskirche und EPV geführt würden.

Schutz der Mitarbeitenden wichtig

Die Kündigung des laufenden Vertrags sei Ergebnis davon, dass man trotz zahlreicher Gespräche zur künftigen Schwerpunktsetzung nach vier Jahren der Beratung "nicht zum Punkt gekommen ist", sagte Kopp. Der Schutz der Mitarbeitenden des EPV sei aber "von allerhöchster Bedeutung", auch wenn das Medienhaus ein eigenständiger Verein sei. Die Arbeit der EPV-Mitarbeitenden sei ihm extrem wichtig. Als Landesbischof sei es seine Aufgabe, "Wege zu ebnen, für Einzelne, für Organisationen". Deshalb wolle er auch in diesem Konflikt Gespräche öffnen und Ideen geben.

Der Evangelische Presseverband für Bayern (EPV) ist das zentrale evangelische Medienhaus in Bayern. Zu ihm gehören die Wochenzeitung "Sonntagsblatt" mit der Online-Plattform "sonntagsblatt.de", die Evangelische Funk-Agentur und das Evangelische Fernsehen sowie der bayerische Landesdienst des Evangelischen Pressedienstes (epd) und der Claudius Verlag. Beim EPV sind rund 50 Menschen beschäftigt.

Zuschüsse sollen auslaufen

Laut Pressemitteilung der Landeskirche vom 13. Februar soll der Vertrag mit dem EPV, mit dem jährliche Zuschüsse in Höhe von 2,6 Millionen Euro verbunden sind, Ende 2026 auslaufen. Ausgenommen sind laut Mitteilung die Nachrichtenagentur epd sowie Teile der Rundfunkarbeit. Über "mögliche neue Formen der Zusammenarbeit wird in den kommenden Gesprächen entschieden", hieß es damals weiter.

Meldung aus dem epd-Basisdienst

lbm



Zuerst veröffentlicht 03.03.2026 13:04 Letzte Änderung: 03.03.2026 13:52

Schlagworte: Medien, Kirchen, NEU

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