Rechnungshof empfiehlt RBB Sparkurs und mehr Werbung - epd medien

05.03.2026 11:43

Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) hat sich nach der Krise von 2022 ein Sparprogramm verordnet. Nun fordert der Berliner Landesrechnungshof weitere Einsparungen vom Sender.

Rundfunk Berlin-Brandenburg in Berlin

Berlin (epd). Der Landesrechnungshof Berlin hat den Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) zu weiteren Sparmaßnahmen aufgefordert. Der Sender könne seine dauerhafte Handlungsfähigkeit nur durch die Fortsetzung eines konsequenten Sparkurses sichern, erklärte der Rechnungshof unter Berufung auf seinen am Donnerstag veröffentlichten neuen Beratungsbericht zur wirtschaftlichen Lage des RBB.

Trotz der rund 55 Millionen Euro umfassenden Einsparungen von 2023 und 2024 sowie der von 2026 bis 2028 angesetzten Konsolidierungsmaßnahmen in Höhe von jährlich 22 Millionen Euro bestünden weiter Risiken, heißt es in dem mehr als 60 Seiten umfassenden Bericht. Der Rechnungshof empfiehlt unter anderem eine Überprüfung der Anzahl der Hörfunkprogramme.

Zudem sollte die Umstellung auf eine Verbreitung über den digitalen Standard DABplus statt über UKW vorangetrieben werden, hieß es. Die ARD gehe dabei von einem Einsparpotenzial von rund 20 Prozent aus.

Mehr Werbung

Der Gesetzgeber sollte prüfen, wie das Programm wieder stärker durch Werbung finanziert werden könne, betonte der Rechnungshof. Mit dem 2024 in Kraft getretenen RBB-Staatsvertrag sei der zulässige Umfang von Hörfunkwerbung reduziert worden. Der Sender habe deshalb die Anzahl seiner Werbekunden erheblich verringern müssen. Dadurch seien seine Einnahmen spürbar zurückgegangen. Geprüft werden sollte auch, ob das Werbeverbot in Streamingdiensten und Plattformen gelockert werden könne.

Ein Anlass für die Prüfung des Rechnungshofes war den Angaben zufolge die Änderung des bundesweit geltenden Medienstaatsvertrags für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk vom Dezember 2025.

Meldung aus dem epd-Basisdienst

lob



Zuerst veröffentlicht 05.03.2026 12:43 Letzte Änderung: 05.03.2026 13:36

Schlagworte: Medien, Rundfunk, RBB, NEU

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