05.03.2026 12:23
Unterföhring (epd). Wegen möglicher Falschaussagen in der Sat.1-Reportagereihe "Ronzheimer - Wie geht’s, Deutschland?" prüfen der private TV-Sender und die Produktionsfirma i&u Studios rechtliche Schritte gegen einen Influencer. "Yannis B. hat vor, während und nach den Dreharbeiten zu der Reportage zum i&u-Studios-Redaktionsteam nicht die Wahrheit gesagt", erklärte Sat.1-Sendersprecher Christoph Körfer in einer Stellungnahme auf der Seite "Behind the Scences" des Streamingdienstes Joyn. Betroffen sei die Folge zum Thema Bürgergeld, die am 24. Februar ausgestrahlt wurde.
Yannis B., der sich auf Social Media als Sozialschmarotzer ausgibt, habe "Dokumente und Belege gefälscht, um seine vermeintliche Geschichte glaubhaft erscheinen zu lassen". Yannis B. habe inzwischen schriftlich eingestanden, nicht die Wahrheit gesagt zu haben. Aktuell würden die Hintergründe und rechtliche Schritte geprüft, so Körfer. Zuerst hatte der Online-Medienfachdienst "DWDL.de" darüber berichtet.
Der Tiktok-Account von Yannis B. zählt aktuell rund 79.000 Follower. Seine Videos haben zum Teil Hunderttausende Abrufe. In der Sat.1-Reportage "Ronzheimer - Wie geht’s, Deutschland?" zum Thema Bürgergeld vom 24. Februar habe Yannis B. berichtet, wie gut er auf Staatskosten vom Bürgergeld lebe, erklärte der Sender. Dazu habe er ein schwarzes T-Shirt mit der goldfarbenen Aufschrift "Arbeitsloser des Jahres" getragen. Kurz nach Ausstrahlung der Reportage habe es Hinweise gegeben, dass Yannis B. gelogen habe.
Yannis B. und seine Geschichte seien "unverzüglich" aus der Reportage, die im Streamingangebot auf Joyn weiterhin verfügbar ist, entfernt worden. "Wir entschuldigen uns aufrichtig beim zuständigen Jobcenter Hannover, das durch die unwahren Behauptungen von Yannis B. in ein falsches Licht gerückt wurde," erklärte Körfer.
Meldung aus dem epd-Basisdienst
nbl
Zuerst veröffentlicht 05.03.2026 13:23
Schlagworte: Medien, Fernsehen
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