"Mama Mega" ist Hörspiel des Monats April - epd medien

10.03.2026 10:24

Mutterschaft zwischen Überforderung und Erlösung im Computerspiel: Die Jury der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste hat das RBB-Hörspiel "Mama Mega" nach dem Theaterstück von Ava Tabita Yul zum Hörspiel des Monats April gewählt.

Birte Schnöink ist eine der Sprecherinnen von "Mama Mega"

Bensheim (epd). Die Jury der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste hat "Mama Mega" zum Hörspiel des Monats April gewählt. Das Stück von Dunja Arnaszus, das auf dem gleichnamigen Theaterstück von Ava Tabita Yul basiert, sei "eine rasante Erzählung über Mutterschaft, Rollenbilder, Überforderung und Fürsorge", teilte die Akademie am Dienstag in Bensheim mit. Dem vom Rundfunk Berlin-Brandenburg produzierten Hörspiel gelinge es, "nicht wehleidig zu sein und am Ende zu überraschen".

Die Abgründe würden nicht verschwiegen, aber auch nicht überdramatisiert. Stattdessen gebe es Erlösung in einem Computerspiel. "Das Hörspiel macht keine falschen Versprechungen, es gibt keine Befreiung aus der Kernfamilie, aber genau die wünscht sich ja niemand", schrieb die Jury.

Auch formal überzeugend

Die Satire sei im Hörspiel wundervoll in Szene gesetzt, die Specherinnen und Sprecher beleuchteten Angst, Erschöpfung, Enttäuschung und Resignation. "Die dramaturgisch präzise Umsetzung überzeugt auch formal", lobte die Jury.

Die Jury der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste wählt das Hörspiel des Monats unter allen Hörspielproduktionen des Jahrgangs aus. Eingereicht werden die Hörspiele von der ARD, von Deutschlandradio, vom SRF und vom ORF. Der Jury gehören in diesem Jahr die Schriftstellerin Olga Grjasnowa und die Musikerin Masha Qrella an. Gastgebender Sender ist Deutschlandradio.

nbl



Zuerst veröffentlicht 10.03.2026 11:24

Schlagworte: Medien, Auszeichnungen, Hörfunk, Hörspiel

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