Mehr Beschwerden beim Deutschen Werberat - epd medien

12.03.2026 14:14

Bei der Selbstregulierungseinrichtung der Werbewirtschaft gingen 2025 fast 2.000 Beschwerden ein - häufig über geschlechterdiskriminierende Werbung.

Berlin (epd). Beim Deutschen Werberat sind 2025 deutlich mehr Beschwerden und Anliegen aus der Bevölkerung eingegangen als im Jahr zuvor. Insgesamt wurden knapp 2.000 einzelne Beschwerden und Anliegen eingereicht, wie die Selbstregulierungseinrichtung der Werbewirtschaft am Donnerstag in Berlin mitteilte. Im Jahr 2024 waren insgesamt 813 Beschwerden zu verschiedenen Werbemaßnahmen eingegangen. Häufigster Beschwerdegrund 2025 war geschlechterdiskriminierende Werbung. An zweiter Stelle stand der Komplex Ethik und Moral, an dritter Alkoholwerbung.

Konkret gingen demnach im vergangenen Jahr 1.948 Einzelbeschwerden ein. 838 Werbemaßnahmen betrafen Sachverhalte außerhalb der Zuständigkeit des Gremiums, in 451 Fällen war der Werberat zuständig. Die Zahl der geprüften Fälle stieg damit gegenüber dem Vorjahr um 28 Prozent (2024: 351 Fälle). Bei der Hälfte (49 Prozent oder 222 Fälle) ging es um geschlechterdiskriminierende Werbung.

Sieben Rügen

In 348 Fällen hatte der Werberat keine Beanstandungen. In 103 Fällen wandte sich das Gremium an die Unternehmen, die daraufhin 96 Werbungen stoppten oder änderten. In 22 Fällen wurden die Unternehmen für die Wahrnehmung ihrer Werbung sensibilisiert. In sieben Fällen sprach der Deutsche Werberat öffentliche Rügen an fünf Unternehmen aus.

lob



Zuerst veröffentlicht 12.03.2026 15:14

Schlagworte: Werbung, Diskriminierung

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