Presserat spricht 19 Rügen aus - epd medien

23.03.2026 11:39

Der Deutsche Presserat hat im März 136 Beschwerden behandelt. Knapp ein Viertel der 19 erteilten Rügen betrafen die "Bild"-Zeitung.

Berlin (epd). Der Deutsche Presserat hat auf seinen Sitzungen im März insgesamt 19 Rügen gegen Medienhäuser ausgesprochen. In 32 Fällen seien Berichterstattungen missbilligt worden, teilte das Selbstkontrollorgan der deutschen Presse am Montag in Berlin mit. Insgesamt seien 136 Beschwerden behandelt worden. Knapp ein Viertel aller Rügen betrafen den Angaben zufolge die "Bild"-Zeitung.

Gerügt wurde etwa eine KI-Berichterstattung des Magazins "Business Insider". Das Medium schrieb einen Text einer namentlich genannten Autorin zu, während es sich in Wahrheit um einen KI-Text handelte.

Rügen zum Nahostkonflikt

Zwei Fälle behandelten den Nahost-Konflikt um Israel und Gaza. Die "Jüdische Allgemeine" erhielt eine Rüge wegen eines Artikels über die Tötung des palästinensischen Al-Jazeera-Journalisten Anas Al-Sharif durch die israelische Armee. Die Zeitung habe einseitig die Darstellung der israelischen Armee übernommen, dass Al-Sharif ein Terrorist gewesen sei, ohne objektive Belege anzuführen. Blätter des Springer-Verlags, "Bild" und "BZ", wurden für Artikel über eine Berliner Verwaltungsmitarbeiterin gerügt, der sie "extremen Israel-Hass" unterstellt hätten, ohne ausreichende Belege oder Konfrontation der Betroffenen.

Ein Artikel des Chefredakteurs des Münchner "Merkur" wurde wegen unzureichender Fakten in seinem Kommentar "Cancel Culture à la NDR: Der öffentlich-rechtliche Linksfunk hat die Rechten stärker gemacht" gerügt. Mehrere Rügen wurden zudem wegen Verstößen gegen den Persönlichkeitsschutz ausgesprochen. In fünf Fällen stellte der Presserat Verstöße gegen das Verbot der Schleichwerbung fest.

Meldung aus dem epd-Basisdienst

lob



Zuerst veröffentlicht 23.03.2026 12:39

Schlagworte: Medien, Presse

zur Startseite von epd medien