Pressefreiheitspreis 2026 für Lai, Kahlweit und Jessen - epd medien

31.03.2026 10:26

Berlin (epd). Der Pressefreiheitspreis geht in diesem Jahr an den inhaftierten Hongkonger Verleger Jimmy Lai, an die frühere Osteuropa-Korrespondentin der "Süddeutschen Zeitung", Cathrin Kahlweit, und an den Kriegsberichterstatter Jan Jessen von der Funke Mediengruppe. Die Preisverleihung findet am 6. Mai in der Woche der Pressefreiheit in Berlin statt, wie das Bündnis Zukunft Presse am Dienstag mitteilte. Die Preise sind mit je 10.000 Euro dotiert, Schirmherrin ist Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU).

Der Medienverband Freie Presse (MVFP) hatte den Pressefreiheitspreis 2015 nach dem islamistischen Terroranschlag auf das französische Satiremagazin "Charlie Hebdo" initiiert. Mit Gründung des Bündnisses Zukunft Presse ist ab diesem Jahr der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) Mitausrichter, wie eine Sprecherin sagte.

Würdigung von Journalismus mit Leidenschaft

Mit der Auszeichnung würdigen die Verbände herausragende Journalisten und Organisationen, die unter schwierigen Bedingungen für Pressefreiheit, Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit der Informationen stehen.

"Freiheit ist nicht naturgegeben, sie muss jeden Tag verteidigt werden", erklärten die Vorstandsvorsitzenden von BDZV und MVFP, Matthias Ditzen-Blanke und Philipp Welte. Angesichts einer systematischen Verwischung der Grenzen zwischen Fakten und Desinformation, zwischen Wirklichkeit und manipulierten Wahrheiten in den sozialen Medien wolle das Bündnis Zukunft Presse Menschen ehren, die Journalismus mit großer Leidenschaft verkörperte, selbst dann, wenn die Fakten umkämpft seien und das persönliche Risiko steige.

Zu den bisherigen Preisträgern zählen die Fernsehjournalistin und Menschenrechtsaktivistin Düzen Tekkal sowie die Journalistenorganisation "Reporter ohne Grenzen".

Meldung aus dem epd-Basisdienst

cd



Zuerst veröffentlicht 31.03.2026 12:26

Schlagworte: Medien, Auszeichnungen

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