22.04.2026 08:09
Berlin/Köln (epd). Beim Deutschlandradio hat das Verfahren zur Neubesetzung der Intendantenposition begonnen. Amtsinhaber Stefan Raue strebe keine dritte Amtszeit an und gehe Ende August 2027 in den Ruhestand, erklärte der Sender auf Anfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd). Der Verwaltungsrat wolle eine Kommission einrichten, um seinen Personalvorschlag für den Spitzenposten vorzubereiten, teilte das Gremienbüro dem epd mit.
Das Intendantenamt beim Deutschlandradio, das 1994 gegründet wurde, hatten bisher nur Männer inne. Raue leitet die Hörfunkanstalt seit September 2017. Nach zwei fünfjährigen Amtsperioden wird er im kommenden Jahr mit dann 68 Jahren ausscheiden.
Wer der Kommission angehören wird, will der zwölfköpfige Verwaltungsrat in seiner nächsten Sitzung am 6. Juli entscheiden. Beratend werde ein Mitglied des Hörfunkratspräsidiums vertreten sein, hieß es. Der Hörfunkrat erhält den Personalvorschlag des Verwaltungsrats und hat dann die Aufgabe, einen neuen Intendanten oder eine neue Intendantin zu wählen. Dafür ist im 45-köpfigen Gremium eine Zwei-Drittel-Mehrheit erforderlich (mindestens 30 Stimmen). Mit diesem Quorum muss zuvor auch der Verwaltungsrat seinen Vorschlag beschließen.
Eine Entscheidung über den Termin für die Intendantenwahl steht noch aus. Er wird vom Hörfunkrat festgelegt. Der Verwaltungsrat habe nach seinen Planungen die Hörfunkratssitzung am 3. Dezember 2026 als möglichen Wahltermin ins Auge gefasst, erklärte das Gremienbüro. Vorgesehen sei, die Intendantenstelle nach der Juli-Sitzung des Gremiums öffentlich auszuschreiben. Für die "Auswahl, Anhörung und Beschlussfassung zur Kandidatenfindung" sei dann der Verwaltungsrat zuständig.
vnn
Zuerst veröffentlicht 22.04.2026 10:09 Letzte Änderung: 22.04.2026 10:42
Schlagworte: Medien, Hörfunk, Personalien, NEU
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