Kika-Chef: Sehr unterschiedliche Bedürfnisse beim jungen Publikum - epd medien

22.04.2026 12:28

Junge Menschen haben eigene Erwartungen an Medien. Die Medientage Mitteldeutschland gehen der Frage nach möglichen Angeboten nach.

Kika-Programmgeschäftsführer Roman Twork bei den Medientagen 2026 in Leipzig

Leipzig (epd). Auf den Leipziger Medientagen Mitteldeutschland ist das Nutzungsverhalten der sogenannten Generation Alpha als Zukunftsthema diskutiert worden. Der Programmgeschäftsführer des öffentlich-rechtlichen Kinderkanals (Kika), Roman Twork, betonte am Mittwoch, in einer fragmentierten Medienlandschaft gebe es beim jungen Publikum nicht die eine Zielgruppe, aber "sehr verschiedene Bedürfnisse". Es müsse überlegt werden, wie diese erreicht werden können.

Die Generation Alpha umfasst die ab etwa 2010 geborenen Kinder. Sie wachsen mit Technologien wie Künstlicher Intelligenz (KI) und sozialen Medien auf. Twork sagte, Social Media sei Teil der gesellschaftlichen Kommunikation, aber der öffentlich-rechtliche Rundfunk müsste es für die Kinder auch sein. Kinder könnten etwa über Apps und Spiele erreicht werden, wichtig sei aber auch die Begegnung vor Ort, die "Stars zum Anfassen" sowie Streams. Ebenso spielten Rituale eine Rolle.

Kindermedien sind keine Nischen

Der Programmchef des Privatsenders Radio Teddy, Roland Lehmann, bezeichnete Kindermedien als "Infrastruktur für unsere Demokratie". "Wir sind keine Nischenmedien, wir sind die Basis", sagte er. Kinder seien zudem "das dankbarste Publikum", sie seien neugierig. Wichtig sei auch die Mitsprache junger Menschen.

Der Programmgeschäftsführer des Content-Netzwerks Funk von ARD und ZDF, Philipp Schild, appellierte, eine Verbindung zu jungen Nutzerinnen und Nutzern aufzubauen. Vertrauen könne etwa über Personen und wiedererkennbare Angebote gewonnen werden. "Vor allem aber müssen wir mehr Repräsentanz für junge Menschen hinbekommen", sagte Schild.

Meldung aus dem epd-Basisdienst

lob



Zuerst veröffentlicht 22.04.2026 14:28 Letzte Änderung: 22.04.2026 15:49

Schlagworte: Medien, Kongresse, NEU

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