23.04.2026 15:45
Washington (epd). Die Aktionäre des Medienkonzerns Warner Bros. Discovery haben den Zusammenschluss von Warner mit Paramount Skydance bewilligt. Laut einer vorläufigen Stimmenauszählung hätten sie mit "überwältigender" Mehrheit mit Ja gestimmt, gab Warner am Donnerstag bekannt. Paramount hatte sich unter Führung seines dem US-Präsidenten Donald Trump nahestehenden CEO David Ellison im Februar mit einem Angebot von rund 110 Milliarden US-Dollar beim Bieterwettstreit gegen den Streamingdienst Netflix durchgesetzt.
Der Zusammenschluss vereinigt zwei riesige Medienunternehmen. Trump-Kritiker machen sich Sorgen um politische Auswirkungen.
Zu Warner gehört auch der zuweilen Trump-kritische Nachrichtensender CNN. US-Kriegsminister Pete Hegseth behauptete jüngst, dass CNN Falschmeldungen zum Krieg gegen den Iran verbreitet habe und erklärte: "Je schneller David Ellison den Sender übernimmt, desto besser."
Die Übernahme braucht die Zustimmung staatlicher Wettbewerbshüter. Der Vorsitzende der Kommunikationsbehörde FCC, Brendan Carr, sagte dem Kabelsender CNBC Anfang März, der Zusammenschluss sei "ein guter Deal".
Hunderte Regisseure, Produzenten, Schauspieler und Schriftsteller hatten sich in einem Protestschreiben gegen den Zusammenschluss ausgesprochen. Wegen der Konsolidierung der Filmindustrie werde es weniger Möglichkeiten für Filmschaffende geben und weniger Angebote für das Publikum weltweit. Zu den Unterzeichnern gehören die Schauspieler Jane Fonda und Robert De Niro, Dokumentarfilmerin Laura Poitras und Regisseurin Sofia Coppola. Paramount entgegnete, der Zusammenschluss öffne "neue Wege".
Meldung aus dem epd-Basisdienst
ege
Zuerst veröffentlicht 23.04.2026 17:45
Schlagworte: USA, Medien, Unternehmen
zur Startseite von epd medien