Früherer Deutschlandfunk-Intendant Richard Becker gestorben - epd medien

24.04.2026 11:28

Richard Becker war von 1976 bis 1988 Intendant des Deutschlandfunks. Er wurde 99 Jahre alt.

Köln (epd). Der frühere Deutschlandfunk-Intendant Richard Becker ist tot. Er starb im Alter von 99 Jahren, wie der öffentlich-rechtliche Hörfunksender am Freitag in eigener Sache berichtete. Der in Stuttgart geborene Journalist und Gewerkschafter stand von 1976 bis 1988 an der Spitze des Deutschlandfunks.

Becker studierte Volkswirtschaft in Stuttgart und Hamburg. Seine journalistische Laufbahn begann er als Redaktionsvolontär beim "Württemberger" in Tuttlingen. Anschließend arbeitete er für das "Schwäbische Tagblatt" sowie verschiedene Redaktionen der Gewerkschaftspresse.

1982 im Amt bestätigt

1962 bis 1975 war er Chefredakteur der "Welt der Arbeit" in Köln. Nach einer kurzen Tätigkeit als Bundesvorstandssekretär beim Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) wurde er 1976 Intendant des Deutschlandfunks, 1982 wurde er in diesem Amt bestätigt.

Mitte 1983 geriet Becker in die Kritik, weil seine frühere Zugehörigkeit zur Waffen-SS als 17-Jähriger öffentlich bekannt wurde und er dies bei seiner Wahl zum Intendanten des Deutschlandfunks 1976 nicht angegeben hatte. Berufliche Folgen hatte der Vorgang für Becker nicht. Er blieb bis zum Ende seiner Amtszeit im Amt, trat nach zwölf Jahren an der Spitze des Senders aber 1988 nicht erneut zur Wahl an.

Meldung aus dem epd-Basisdienst

nbl



Zuerst veröffentlicht 24.04.2026 13:28

Schlagworte: Medien, Rundfunk, Personalien

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