27.04.2026 06:00
Frankfurt a.M. (epd). Die deutsche ESC-Teilnehmerin Sarah Engels beklagt Hass und Häme gegen sich und andere Künstlerinnen und Künstler. Sie wünsche sich, dass "wir in Deutschland unsere Künstler mehr unterstützen und auch ein bisschen stolz auf sie sind", sagte die 33-Jährige, die am 16. Mai beim Finale des Eurovision Song Contests (ESC) in Wien mit dem Lied "Fire" aufritt, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Montag).
"Egal, ob man einen Künstler oder seine Musik mag: Dahinter steckt immer unglaublich viel Arbeit, Herzblut und Leidenschaft. Das wird manchmal leider vergessen", sagte Engels. Die Sängerin, die 2011 als Teilnehmerin der RTL-Castingshow "Deutschland sucht den Superstar" bekannt wurde, berichtete, dass sie mit der Zeit gelernt habe, mit Hasskommentaren inbesondere in Internet-Netzwerken umzugehen. "Solche Kommentare gibt es leider immer, und natürlich sehe ich die auch. Aber sie definieren mich nicht", sagte Engels und ergänzte: "Im Gegenteil - ich versuche, daraus sogar noch Kraft zu ziehen."
Mehrere Länder boykottieren in diesem Jahr den ESC, weil der Veranstalter Europäische Rundfunkunion (EBU) Anfang Dezember den Weg für eine Teilnahme Israels freigemacht hatte. Dazu gehören Irland, Spanien, die Niederlande, Slowenien und Island.
Zu ihrer Sicht auf die Teilnahme Israels sagte Engels ausweichend: "Für mich ist der ESC ein Ort, an dem Musik verbindet und Menschen zusammenbringt - unabhängig von Herkunft oder politischen Themen. Es geht darum, Geschichten durch Musik zu erzählen und für einen Moment etwas Positives zu schaffen. Genau darauf möchte ich meinen Fokus legen."
Meldung aus dem epd-Basisdienst
kfr
Zuerst veröffentlicht 27.04.2026 08:00
Schlagworte: Medien, Fernsehen, Musik
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