07.05.2026 09:34
Oberhausen (epd). Die Ludwiggalerie im Schloss Oberhausen zeigt ab Sonntag Aufnahmen der Fotografin und Pulitzer-Preisträgerin Anja Niedringhaus. Die Ausstellung "Anja Niedringhaus - An vorderster Front" präsentiert bis zum 13. September mehr als 250 Aufnahmen, wie das Museum am Donnerstag mitteilte. Niedringhaus hatte über Jahre hinweg aus Kriegs- und Krisengebieten berichtet.
Ihr zentrales Anliegen sei Aufklärung gewesen, was sich auch in ihrem immer wieder zitierten Motto "Wenn ich es nicht fotografiere, wird es nicht bekannt" widerspiegele, hieß es. Ihre Aufnahmen aus Regionen wie dem Balkan, dem Irak, Afghanistan, Gaza oder Libyen zeigten sowohl militärische Auseinandersetzungen und deren oft tödliche Folgen als auch das Leben der Zivilbevölkerung unter schwierigen Bedingungen.
Zugleich habe Niedringhaus ihren Blick immer wieder auf Momente von Alltag, Würde und Lebensfreude gerichtet - etwa auf spielende Kinder oder Frauen beim Burka-Kauf in Afghanistan. Außerdem sind in der Ausstellung den Angaben zufolge auch Sport-Aufnahmen zu sehen, vor allem aus den Bereichen Leichtathletik und Tennis. Niedringhaus habe Weltmeisterschaften und Olympische Spiele dokumentiert und sei fast zwanzig Jahre lang in Wimbledon vor Ort mit dabei gewesen. Ergänzt wird die Schau durch persönliche Gegenstände wie ihren Blauhelm oder ihre Schutzweste.
Niedringhaus, 1965 in Höxter geboren, studierte in Göttingen Germanistik, Philosophie und Journalismus. Sie arbeitete als Fotojournalistin und Kriegsberichterstatterin für internationale Bild- und Nachrichtenagenturen. Am 4. April 2014 starb Niedringhaus bei einem Attentat in Afghanistan.
Meldung aus dem epd-Basisdienst
lwd
Zuerst veröffentlicht 07.05.2026 11:34
Schlagworte: Ausstellungen, Fotografie
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