13.05.2026 11:41
Frankfurt a. M. (epd). Der Otto Brenner Preis für kritischen Journalismus geht in diesem Jahr an die "Zeit"-Redakteurin Caterina Lobenstein. Die Journalistin werde für ihre fortlaufende Berichterstattung zum Thema Wohngerechtigkeit ausgezeichnet, teilte die gewerkschaftsnahe Otto Brenner Stiftung am Mittwoch in Frankfurt am Main mit. Die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung würdige insbesondere ihren Text "Das Amt zahlt. Vonovia kassiert", in dem es um Geschäftemacherei mit überhöhten Mieten für Wohngeldempfänger geht. Lobenstein zeige, "wie Wohngeld zur Milliardensubvention für Immobilienkonzerne wird - und die Politik tatenlos zusieht".
Der mit 3.000 Euro dotierte, erstmals vergebene Preis für die beste lokale Recherche wird an David Fuhrmann und Leon Meckler für ihren Beitrag "Schweinejob" vergeben, der in dem Münsteraner Online-Magazin "RUMS" erschien. Dabei gehe es um ein "besonders perfides Modell moderner Ausbeutung von Arbeitskräften in einem Fleisch verarbeitenden Betrieb im Raum Münster".
Ebenfalls mit 3.000 Euro ist ein Nachwuchs-Journalistenpreis dotiert, den in diesem Jahr die freie Journalistin Clara Hoheisel für einen Deutschlandfunk-Beitrag über Pflegeeltern erhält. Die Auszeichnungen werden am 11. Juni bei der Jahreskonferenz des "Netzwerks Recherche" vergeben. Die Auszeichnung erinnert an Otto Brenner, den ersten Bundesvorsitzenden der Gewerkschaft IG Metall.
Meldung aus dem epd-Basisdienst
lmw
Zuerst veröffentlicht 13.05.2026 13:41
Schlagworte: Medien, Auszeichnungen
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