15.05.2026 09:03
Frankfurt a.M./Berlin (epd). Die ARD will mit neuen Vorsorgestrukturen auch in Krisenfällen und Ausnahmesituationen voll handlungsfähig bleiben. Dazu sei ein sogenanntes Business Continuity Management (BCM) geschaffen worden, teilte die ARD auf Anfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd) mit. Das BCM sei beim RBB angesiedelt, die Leitung habe der frühere RBB-Chefredakteur David Biesinger.
Nicht zuletzt der Stromausfall in Berlin Anfang des Jahres habe gezeigt, wie dringend diese Aufgabe sei, erklärte die ARD. Damals kam es nach einem Brandanschlag auf eine Kabelbrücke in Berlin-Lichterfelde zu einem viertägigen Stromausfall. Davon waren im Südwesten Berlins rund 45.000 Haushalte und 2.200 Gewerbebetriebe betroffen.
Das BCM war den Angaben zufolge zunächst im RBB geschaffen worden. Ende April hätten die Intendantinnen und Intendanten des Senderverbunds dem Aufbau eines ARD-weiten BCM zugestimmt.
David Biesinger war von April 2021 bis März 2025 Chefredakteur des RBB. Von dieser Position trat er infolge fehlerhafter RBB-Berichterstattung über den Grünen-Politiker Stefan Gelbhaar zurück. Wenig später übernahm Biesinger kommissarisch die Leitung der RBB-Hauptabteilung Programmressourcen.
Zu Biesingers Aufgaben beim BCM gehört es nun im ersten Schritt, eine Bestandsaufnahme zu machen. Dabei spielten programmliche, technische und rechtliche Abläufe eine Rolle, hieß es. Außerdem gehe es darum, Standards zu definieren und strategische Entscheidungen für die ARD vorzubereiten. Biesinger werde dabei mit allen relevanten Stellen innerhalb der ARD sowie auf Bundes- und Landesebene zusammenarbeiten. Nach Angaben des RBB finanziert der Sender das ARD-weite Business Continuity Management für zunächst zwei Jahre.
vnn
Zuerst veröffentlicht 15.05.2026 11:03 Letzte Änderung: 15.05.2026 11:23
Schlagworte: Medien, Personalien, Rundfunk, NEU
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