Umfrage: Mehrheit für härteres Vorgehen gegen manipulierte KI-Inhalte - epd medien

15.05.2026 09:12

Die Mehrheit der Deutschen spricht sich dafür aus, gegen KI-manipulierte Inhalte auf Plattformen wie Meta, TikTok und Google entschieden vorzugehen. Auch Upload-Sperren für täuschend echte Fake-Bilder finden breite Zustimmung.

Düsseldorf, Berlin (epd). Die große Mehrheit der Deutschen wünscht sich ein härteres Vorgehen gegen Technologieunternehmen, die von Künstlicher Intelligenz (KI) manipulierte Inhalte auf digitalen Plattformen veröffentlichen. Das geht aus einer Forsa-Umfrage im Auftrag des Vereins Campact hervor, die am Freitag veröffentlicht wurde. Demnach sprechen sich 92 Prozent der Befragte dafür aus, dass Unternehmen wie Meta, TikTok und Google konsequenter kontrolliert und bestraft werden sollten, wenn sie solche Fake-Inhalte nicht löschen. Nur sieben Prozent sind dagegen, ein Prozent ist unentschlossen. Über die Umfrage hatte zuerst die "Rheinische Post" (Freitag) berichtet.

Zudem spricht sich eine Mehrheit der Befragten dafür aus, dass Plattformen das Hochladen manipulierter KI-Inhalte gar nicht erst erlauben sollten. Zwei Drittel der Befragten (67 Prozent) fordern, dass Betreiber den Upload von vornherein unterbinden sollten. 29 Prozent finden es hingegen akzeptabel, KI-Inhalte erst nach Veröffentlichung und einer Meldung zu prüfen. Für die Umfrage wurden gut 1.000 Menschen Anfang Mai befragt.

Campact fordert hohe Bußgelder und verbindliche Upload-Prüfung

"Deepfakes von Politikern, gefälschte Stimmen und KI-generierte Personen vergiften unser Miteinander", sagte die geschäftsführende Vorständin von Campact, Astrid Deilmann. "Die Bundesregierung muss jetzt hart gegen die Plattformen wie Meta, TikTok und Google durchgreifen, die mit KI-Fakes Millionen verdienen." Notwendig seien hohe Bußgelder, wenn die Plattformen ihrer Löschpflicht nicht nachkommen, sowie eine "verbindliche Upload-Prüfung für täuschend echte KI-Manipulationen von Menschen".

Meldung aus dem epd-Basisdienst

lwd



Zuerst veröffentlicht 15.05.2026 11:12

Schlagworte: Internet, Medien, KI

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