Civis-Preis: Doku "Mr. Nobody Against Putin" doppelt ausgezeichnet - epd medien

18.05.2026 18:30

Eine Dokumentation über einen Lehrer und den Schulalltag in Russland hat beim Civis-Medienpreis gleich zwei Auszeichnungen erhalten. Insgesamt wurden am Montagabend in Berlin acht Produktionen geehrt.

Berlin (epd). Der Dokumentarfilm "Mr. Nobody Against Putin" hat bei der Verleihung des diesjährigen Civis-Medienpreises den mit 15.000 Euro dotierten "Civis Top Award" erhalten. Der Film von David Borenstein und Pavel Talankin sei "ein außergewöhnliches Dokument über den Alltag im autoritären Russland", erklärte die Jury am Montagabend in Berlin. Die auf Arte gezeigte Dokumentation über einen Lehrer und den Schulalltag nach Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine 2022 gewann zudem den "Civis Video Award" in der Kategorie Information.

Insgesamt wurden bei der Verleihung auf der Konferenz "re:publica" acht Produktionen mit Preisen im Gesamtwert von 27.000 Euro ausgezeichnet.

Gesellschaftliche Spaltungen

Den "Civis Video Award Fiktion" bekam die Autorin Hafsia Herzi für den Spielfilm "Die jüngste Tochter". Darin geht es um das Aufwachsen und den Wunsch nach Selbstbestimmung einer jungen Frau in einer französisch-algerischen Familie. In der Kategorie Social Media ging der Video Award an Büsra Sayed für den Beitrag "busra.caramella: Wie Medien und Politiker die deutsche Gesellschaft spalten".

Mit dem "Civis Audio Award" wurden Inga Lizengevic für den langen Beitrag "Generation U - Ukrainische Jugendliche in Deutschland" (Deutschlandfunk, SWR) und Sylke Blume für den Kurzbeitrag "MausLive: Belal kommt aus Afghanistan" (WDR) ausgezeichnet. Mit dem Young C. Award für Filmemacher bis 38 Jahre wurden Ione Monje Martinez und Felipe Calvo Larrain mit dem Kurzfilm "Soforem" geehrt.

Publikumspreis für Spielfilm "Extrawurst"

Auch das Publikum konnte über zwei Preise abstimmen: So ging der "Civis Cinema Award" an den Regisseur Marcus H. Rosenmüller und den Produzenten Robert Marciniak für den Film "Extrawurst" über eine Wertediskussion in einem Tennisclub. Mit dem "Civis Audio Award" zeichnete das Publikum den Podcast "Spielabbruch - Macht Gewalt den Amateurfußball kaputt?" (Radio Bremen, BR, ARD) von Pamina Rosenthal aus.

Im Wettbewerb waren 800 Produktionen aus 26 EU-Staaten und der Schweiz vertreten. Die Auszeichnung ist den Angaben zufolge Europas bedeutendster Medienpreis für Integration und kulturelle Vielfalt. Er wird von der ARD, vertreten durch den WDR, gemeinsam mit der Freudenberg Stiftung ausgeschrieben.

Meldung aus dem epd-Basisdienst

lwd



Zuerst veröffentlicht 18.05.2026 20:30

Schlagworte: Medien, Auszeichnungen, Fernsehen, Filme

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