21.05.2026 07:00
Berlin (epd). Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) hat sein Freiwilligenprogramm zur Personalreduzierung abgeschlossen. Insgesamt hätten so 106 Beschäftigte den RBB verlassen, teilte der Sender auf Nachfrage des Evangelischen Pressediensts (epd) mit. Davon seien 72 festangestellte Mitarbeitende gewesen, die mit dem Vorruhestand oder einer Abfindung aus dem RBB ausgeschieden seien. Zudem hätten 34 freie Mitarbeitende den Sender verlassen. Im RBB-Wirtschaftsplan 2026 waren 1.473,5 Planstellen ausgewiesen.
Im August 2025 hatte der RBB das Programm gestartet, um möglichst sozialverträglich Personal abzubauen. Diese Maßnahme begründete die Rundfunkanstalt mit ihrer angespannten Finanzlage. Der RBB kündigte damals an, ab 2026 pro Jahr 22 Millionen Euro einsparen zu müssen, unter anderem über einen Personalabbau. Vom Einsparziel seien rund neun Millionen Euro erforderlich, um zahlungsfähig zu bleiben. Weitere 13 Millionen Euro wurden angestrebt, um dieses Geld für die Zukunftsfähigkeit des Senders und seiner Angebote einzusetzen.
Im Rahmen des Freiwilligenprogramms hatten sich laut RBB insgesamt 309 festangestellte und freie Mitarbeitende gemeldet. Mit knapp einem Drittel davon seien dann entsprechende Regelungen zum Ausscheiden vereinbart worden. Die übrigen Beschäftigten hätten entweder ihr Interesse wieder zurückgezogen oder seien vom RBB für eine Teilnahme am Programm abgelehnt worden. Der Sender hatte zum Start des Programms erklärt, Beschäftigte hätten weder einen Anspruch auf Teilnahme noch seien sie verpflichtet, solche Angebote anzunehmen.
Bis Ende 2026 rechnet der RBB durch das Freiwilligenprogramm mit einer Entlastung von 6,26 Millionen Euro. In diesem Betrag seien auch die bereits 2025 erzielten anteiligen Einsparungen enthalten, erklärte der Sender auf Nachfrage.
Meldung aus dem epd-Basisdienst
vnn
Zuerst veröffentlicht 21.05.2026 09:00
Schlagworte: Medien, Rundfunk
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