"Spiegel"-Gruppe 2025 mit mehr Umsatz und weniger Gewinn - epd medien

21.05.2026 14:33

Der Spiegel-Verlag ist nach eigenen Angaben gut durch das schwierige Geschäftsjahr 2025 gekommen. Priorität genießen weiterhin investigative Recherche und Innovationen in der Produktentwicklung.

"Spiegel" -Verlagsgebäude in Hamburg

Hamburg (epd). Die "Spiegel"-Gruppe hat im Jahr 2025 ihren Umsatz um 3,5 Millionen Euro auf 258,8 Millionen Euro gesteigert. Zugleich sank der Jahresüberschuss im Vorjahresvergleich um 600.000 Euro auf 25,9 Millionen Euro, wie der Verlag am Donnerstag in Hamburg mitteilte. 54 Prozent der Umsatzerlöse bei den Marken "Der Spiegel", "Manager Magazin", "Harvard Business Manager" und "11 Freunde" kämen inzwischen aus dem Digitalgeschäft, 2026 solle dieser Anteil auf 56 Prozent wachsen.

Die Vertriebserlöse aus digitalen Angeboten stiegen 2025 auf 77,7 Millionen Euro (2024: 66,9 Millionen Euro). Nach den Plänen des Verlags sollen diese 2026 auf 84 Millionen Euro und bis 2030 auf "deutlich über 100 Millionen Euro" anwachsen.

Vertrieb ist größter Umsatzträger

Der Print- und Digitalvertrieb mit einem Umsatzanteil von 64,2 Prozent (2024: 61,8 Prozent) stelle den mit Abstand größten Umsatzträger der "Spiegel"-Gruppe dar, hieß es. Es folgten die Bereiche Digital-Vermarktung mit 16,8 Prozent (2024: 17,1 Prozent), Film und Fernsehen mit 10,3 Prozent (2024: 10,4 Prozent) und Print-Anzeigenvermarktung mit 5,6 Prozent (2024: 6,9 Prozent).

Geschäftsführer Thomas Hass erklärte, trotz der großen Herausforderungen für die Branche sei der Verlag gut durch das Jahr 2025 gekommen. Man setze daher den bisherigen Kurs fort: "Wir stärken unseren Kern - die Investigation und Innovationen in der Produktentwicklung - auch durch eine weiterhin exzellente Rechtsabteilung", betonte Hass. Investigativer Journalismus brauche rechtlichen Rückhalt.

Die Mitarbeiter KG hält 50,5 Prozent am Spiegel-Verlag, aktueller Sprecher der KG-Geschäftsführung ist der Leiter des "Spiegel"-Wirtschaftsressorts, Markus Brauck. Weitere Gesellschafter sind der Medienkonzern Bertelsmann, der über die RM Hamburg Holding 25,5 Prozent der Anteile besitzt, und die Erben des Magazingründers Rudolf Augstein, die 24 Prozent halten. Die Gruppe beschäftigt nach eigenen Angaben rund 1.400 Mitarbeitende.

rid



Zuerst veröffentlicht 21.05.2026 16:33 Letzte Änderung: 21.05.2026 16:34

Schlagworte: Medien, Unternehmen, NEU

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