24.05.2026 11:56
Kiew (epd). Ein russischer Drohnen- und Raketenangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew am Wochenende hat auch Büros von ARD und Deutscher Welle (DW) getroffen. Das zentral gelegene Studio des WDR sei bei dem Angriff in der Nacht von Samstag auf Sonntag massiv beschädigt und in Teilen zerstört worden, teilte der Sender am Sonntag in Köln mit. Wahrscheinlich eine Druckwelle habe Fenster bersten, Räume verwüsten und Wände einstürzen lassen. Zu dem Zeitpunkt befanden sich demnach keine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Studio.
"Ich bin sehr erleichtert, dass unsere Mitarbeiter bei diesem Angriff nicht verletzt wurden", erklärte WDR-Intendantin Katrin Vernau. Doch zeige sich erneut, unter welch gefährlichen Bedingungen das Team in Kiew seit Jahren arbeite, um über den russischen Angriffskrieg und Hintergründe zu berichten. "Ich habe großen Respekt vor dem Mut und der Leistung unseres Teams", betonte Vernau.
Die russischen Luftangriffe seien seit Jahren Teil der brutalen Lebensrealität in der Ukraine, sagte der Studioleiter in Kiew, Vassili Golod. "Die Folge sind Tausende getötete Zivilisten, zerstörte Krankenhäuser, Schulen und eben auch Redaktionsräume." Vor Ort werde nun die statische Sicherheit des Gebäudes, in dem das Studio untergebracht ist, überprüft. Die Produktion und aktuelle Live-Berichterstattung solle mit mobilen technischen Lösungen und Ausweichmöglichkeiten weiter gewährleistet werden, hieß es. Der WDR trägt die Verantwortung für das ARD-Studio in der Ukraine.
Im DW-Büro in Kiew wurden nach Senderangaben Fenster und Decken beschädigt. Die DW-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien wohlauf, hieß es. Büroleiter Mykola Berdnyk sagte: "Glücklicherweise befand sich während des Angriffs niemand im Studio. Trotz der schwierigen Nacht haben die Kolleginnen und Kollegen in Kyjiw am Morgen regulär ihre Schichten im Nachrichtenbetrieb aufgenommen."
lwd/rid
Zuerst veröffentlicht 24.05.2026 13:56 Letzte Änderung: 26.05.2026 09:41
Schlagworte: Ukraine, Russland, Kriege, Medien, NEU
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