Krassnitzer spürt keinen "Tatort"- Abschiedsschmerz - epd medien

26.05.2026 03:04

Ausgesprochen nüchtern blickt Harald Krassnitzer auf seinen Ausstieg als "Tatort"-Ermittler Moritz Eisner. Der "Verwesungszustand" habe begonnen.

Frankfurt a.M. (epd). Beim Gedanken an seinen letzten "Tatort" verspürt Harald Krassnitzer eigenen Worten zufolge keinen Abschiedsschmerz. "Ich wüsste nicht, warum, denn ich habe ja alles gehabt. Und du kannst dich an nichts festhalten", sagte der 65 Jahre alte Schauspieler der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Dienstag).

Krassnitzer verkörpert seit Ende der 90er Jahre für den ORF den österreichischen "Tatort"-Ermittler Moritz Eisner. Zum Jahresende werden er und Adele Neuhauser, die an seiner Seite die Kommissarin Bibi Fellner spielt, aus der ARD-Krimiserie ausscheiden.

"Wohltuende Energie" durch das Aufhören

"Das Aufhören hat eine schöne, wohltuende Energie", sagte er. Es sei immer gut, wenn man selbstbestimmt etwas tue und nicht ständig höre: "Und wie viel wollt ihr denn noch machen?"

Als Neuhauser und er ihre Entscheidung kundgetan haben, seien auch enge Freunde und Bekannte aus der Branche gekommen und hätten das bedauert. "Und dann kam: Aber wisst ihr denn schon, wer die Neuen sind? Und damit war vollkommen klar, dass unser Verwesungszustand bereits begonnen hat - und zwar noch bevor wir unter der Erde waren", sagte Krassnitzer.

Auf Neuhauser und Krassnitzer folgen Miriam Fussenegger und Laurence Rupp. Als Halbgeschwister Charlie Hahn und Alex Maleky werden sie im "Tatort" unfreiwillig eng zusammenarbeiten.

Meldung aus dem epd-Basisdienst

kfr



Zuerst veröffentlicht 26.05.2026 05:04

Schlagworte: Medien, Fernsehen, Krimi, Leute

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