Studie: Smartphone wird früh zum festen Begleiter - epd medien

28.05.2026 10:31

Ab der weiterführenden Schule gehört das Smartphone für die meisten Kinder in Deutschland zum Alltag. Doch das Fernsehen als gemeinsames Familienmedium bleibt präsent, wie eine Untersuchung der AGF Videoforschung zeigt.

Ein Jugendlicher schaut ein Video auf seinem Handy

Frankfurt a.M. (epd). Ab dem Wechsel auf die weiterführende Schule besitzen die meisten Kinder in Deutschland ein Smartphone: Unter den 11- bis 13-Jährigen verfügen bereits 84,3 Prozent über ein eigenes Gerät, bei den 14- bis 17-Jährigen sind es 91,2 Prozent, wie die AGF Videoforschung am Donnerstag zur Veröffentlichung der Untersuchung "AGF Next Gen Videostudie 2026" in Frankfurt am Main mitteilte.

Die Vorsitzende der AGF-Geschäftsführung, Kerstin Niederauer-Kopf, erklärte: "Das Smartphone entwickelt sich früh zum persönlichen Leitgerät der Jugendlichen." Gleichzeitig bleibe das TV-Gerät wichtig, allerdings zunehmend als gemeinschaftlich genutztes Medium.

Fernsehgerät bleibt im Familienalltag präsent

85,3 Prozent der 1- bis 17-Jährigen nutzen der Studie zufolge täglich Bewegtbildangebote wie lineares Fernsehen, Streaming, Videoportale oder Videos auf Social Media. Dabei verschiebe sich die Nutzung zunehmend in Richtung Streaming und Social Media über Smartphones oder Tablets.

Dennoch bleibe das gemeinsame Erleben von Bewegtbild vor dem Fernsehgerät ein wichtiger Bestandteil des Familienalltags. Besonders Film- und Serienabende würden häufig als kollektives Erlebnis gestaltet, erklärte die AGF Videoforschung.

Bei den 3- bis 6-Jährigen seien Eltern in 83,5 Prozent der Fälle immer oder oft dabei, wenn ihr Kind das lineare Fernsehprogramm verfolgt. Bei den 14- bis 17-Jährigen liege dieser Wert noch bei 50,1 Prozent.

Social Media-Verbot: Mehr als 70 Prozent der Eltern dafür

Spätestens ab der weiterführenden Schule sei Social Media fester Bestandteil der Lebensrealität von Kindern und Jugendlichen. Die rein konsumierende Nutzung sei in allen Altersgruppen deutlich verbreiteter als das eigene Veröffentlichen von Inhalten, so die Studie. 70,3 Prozent der befragten Eltern sprachen sich demnach für ein Social Media-Verbot aus. Je älter das Kind, desto weniger befürworteten sie eine solche Maßnahme.

Für die Studie wurden den Angaben nach 5.250 Kinder und Jugendliche von 1 bis 17 Jahren beziehungsweise deren Eltern online befragt. Hinzu kamen 24 qualitative Tiefen- und Paar-Interviews. Die Ergebnisse sind den Angaben zufolge repräsentativ für Kinder und Jugendliche in Deutschland.

nbl



Zuerst veröffentlicht 28.05.2026 12:31 Letzte Änderung: 28.05.2026 12:35

Schlagworte: Medien, Fernsehen, Studien, NEU

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