01.06.2026 15:43
Oberhausen (epd). Der NRW-Lokalfunk hat eine Strukturreform angekündigt. "Diese hat das Ziel, die Leistungsfähigkeit des gesamten Lokalradio-Verbunds nachhaltig zu stärken, Verantwortlichkeiten klarer zu ordnen, Mehrfacharbeiten zu reduzieren und zentrale Zukunftsaufgaben schneller, effizienter und mit höherer fachlicher Verbindlichkeit umzusetzen", erklärte Radio NRW am Montag in Oberhausen. Die nächsten Schritte der "Systemreform 2026" sehen eine Konkretisierung bis zum Sommer vor. Die technische Systemvereinheitlichung solle bis spätestens Ende 2027 umgesetzt werden, hieß es.
"Wir reagieren mit dieser Reform nicht auf ein kurzfristiges Problem, sondern auf eine langfristige strukturelle Veränderung des Marktes, die die wirtschaftliche Tragfähigkeit des NRW-Lokalfunksystems erheblich beeinträchtigt", erklärte der Geschäftsführer von Radio NRW, Marco Morocutti. Generell soll den Angaben zufolge gelten, dass alles, was lokale Nähe braucht, auch in den Regionen bleibt: "Alles, was zentral besser, schneller und sinnvoller für das Gesamtsystem geleistet werden kann, wird gebündelt."
Der Verband der Betriebsgesellschaft, der Verband Lokaler Rundfunk und Radio NRW entwickelten den Angaben zufolge gemeinsam das Konzept für die anstehende Reform. Zudem hätten Radio NRW und die Chefredakteure gemeinsame Programm-Leitlinien erarbeitet. "Neben dem Strukturreformprozess, den die Landesanstalt für Medien NRW (LfM) im Jahr 2022 initiiert hatte, ist die Systemreform 2026 ein weiterer zentraler Baustein im wichtigen Change-Prozess der Lokalradiogruppe", hieß es.
Meldung aus dem epd-Basisdienst
lwd
Zuerst veröffentlicht 01.06.2026 17:43
Schlagworte: Medien, Rundfunk, Bundesländer
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