Funke Mediengruppe kündigt Mitgliedschaft im MVFP - epd medien

23.06.2026 13:11

2022 ist die Funke Medien Mediengruppe bereits aus dem Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger ausgetreten. Nun will das Medienhaus auch seine Mitgliedschaft im Medienverband der Freien Presse beenden.

Zentrale der Funke Mediengruppe in Essen

Essen (epd). Die Funke Mediengruppe in Essen hat ihre Mitgliedschaft im Zeitschriften-Verlegerverband MVFP zum 30. Juni 2027 gekündigt. "Wir sind mit dem erlebten Vorgehen zur Festlegung der Wahlkandidaten und der dazu erfolgten Kommunikation nicht einverstanden und zweifeln nicht zuletzt deswegen an einem nachhaltigen Reformwillen und der Zukunftsfähigkeit des MVFP, was wir sehr bedauern", teilte das Medien-Unternehmen auf Anfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd) am Dienstag in Essen mit.

Im Juni hatte der Medienverband der Freien Presse mitgeteilt, dass der seit 2022 amtierende Vorstandschef Philipp Welte, der Ende 2025 den Burda-Konzern verlassen hatte, und Ladina Heimgartner (Ringier Medien) sich nicht mehr zur Wahl stellen. Der MVFP-Vorstand hatte der am 30. Juni tagenden Delegiertenversammlung des MVFP vorgeschlagen, den Verleger der Mediengruppe Klambt, Lars Joachim Rose, zum neuen Vorstandsvorsitzenden des MVFP zu wählen. Zur Wahl vorgeschlagen wurden außerdem Alfons Schräder (Heise Group), Thomas Hass (Spiegel-Verlag), Holger Knapp (Sternefeld Medien), Detlef Koenig (MHP-Verlag), Elisabeth Varn (Burda-Verlag) und Frank Zeithammer (Evangelische Gemeindepresse Stuttgart).

2022 war die Funke Mediengruppe bereits aus dem Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) ausgetreten, weil sie "die Werte, die wohl jedes dem Journalismus verpflichtete Verlagshaus auszeichnen" durch den damals amtierenden Präsidenten Mathias Döpfner nicht ausreichend präsentiert sah.

ema



Zuerst veröffentlicht 23.06.2026 15:11

Schlagworte: Medien, Verlage

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