HR-Intendant Florian Hager zur Wiederwahl vorgeschlagen - epd medien

27.06.2026 09:09

HR-Intendant Florian Hager wird zur Wiederwahl antreten. Die Kommission zur Vorbereitung der Intendantenwahl hat ihn als einzigen Kandidaten vorgeschlagen. Gewählt wird im August.

Der amtierende HR-Intendant Florian Hager ist zur Wiederwahl vorgeschlagen

Frankfurt a.M. (epd). Die Kommission zur Vorbereitung der Intendantenwahl des Hessischen Rundfunks (HR) hat die Wiederwahl des amtierenden Intendanten Florian Hager vorgeschlagen. Die Kommission habe dem Rundfunkrat einstimmig Hager als alleinigen Kandidaten zur Wahl am 14. August vorgeschlagen, teilte der HR in Frankfurt am Main am Freitagabend mit. Zuvor habe die Kommission mehrere Gespräche mit anderen Bewerbern geführt. Die aktuelle Amtszeit von Hager endet am 28. Februar 2027.

Florian Hager ist seit März 2022 Intendant des Hessischen Rundfunks. Seit Anfang 2025 ist er auch ARD-Vorsitzender. Dieses Amt übergibt er Ende des Jahres an Yvette Gerner, Intendantin von Radio Bremen. Vor seiner Amtszeit als Intendant war Hager Channel Manager der ARD-Mediathek und stellvertretender Programmdirektor des Senderverbunds. Davor hatte Hager zusammen mit Sophie Burkhardt ab 2015 das gemeinsame Jugendangebot von ARD und ZDF, Funk, aufgebaut.

Nach dem vom Rundfunkrat beschlossenen Verfahren wird sich Hager dem Rundfunkrat in seiner Sitzung am 14. August vorstellen. Im Anschluss soll in derselben Sitzung die Wahl stattfinden, nach der Wahl beschließt der aus 32 Personen bestehende Rundfunkrat über die Amtsdauer des Intendanten.

HR vergibt Forschungsauftrag zur eigenen Geschichte

Der Rundfunkrat unterstützte in seiner Sitzung am Freitag außerdem das Vorhaben des HR, die Geschichte des Senders wissenschaftlich aufarbeiten zu lassen. HR-Intendant Florian Hager stellte den Forschungsauftrag in der Öffentlichen Hauptversammlung des HR vor. Anlässlich des 80-jährigen Bestehens, das der HR im Jahr 2029 begeht, wolle der Sender "bewusst und ohne Beschönigung" auf die eigene Geschichte schauen, sagte Hager.

Mit der Studie wurde das Leibniz-Institut für Medienforschung / Hans-Bredow-Institut in Hamburg beauftragt. Die Leitung des Projekts übernimmt nach Angaben des HR der Medienhistoriker Hans-Ulrich Wagner. Die Studie soll sich unter anderem mit dem historischen Kontext der Gründung des Senders vor dem Hintergrund von Erfahrungen aus der Rundfunkgeschichte in der nationalsozialistischen Diktatur befassen. Erforscht werden sollen auch die Kontinuitäten zum Rundfunk im NS-Staat und der Umgang mit den Themen Nationalsozialismus und Holocaust in Programmen des HR der Frühzeit.

Der HR-Rundfunkrat will die unabhängige wissenschaftliche Forschungsarbeit begleiten und den Forschenden auch Einblick in die Überlieferung der Gremienarbeit gewähren.

Der HR teilte mit, die Ergebnisse der Forschungsarbeiten sollten nach ihrem Abschluss Anfang 2029 veröffentlicht und in einer Verlagspublikation aufgearbeitet werden

lmw



Zuerst veröffentlicht 27.06.2026 11:09 Letzte Änderung: 29.06.2026 11:41

Schlagworte: Medien, Rundfunk, Personalien, NEU

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