MDR muss Finanzlücke aus Rücklagen schließen - epd medien

29.06.2026 14:24

Die Haushaltslage des MDR bleibt angespannt. Der Sender kündigt weitere Einschnitte im Programm an.

Gebäude des MDR in Leipzig

Leipzig (epd). Trotz Sparanstrengungen hat der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) das Geschäftsjahr 2025 mit einem Fehlbetrag von 13,2 Millionen Euro abgeschlossen. Wie der MDR-Rundfunkrat anlässlich seiner Sitzung am Montag in Leipzig mitteilte, bedeutet dies im Vergleich zum Jahr 2024 eine Reduzierung des Fehlbetrags um 31,1 Millionen Euro.

Da der Rundfunkbeitrag nicht wie von der KEF empfohlen zum 1. Januar 2025 erhöht worden sei, sehe sich der Sender "gezwungen, zusätzlich weitere Einschnitte im Programm vorzunehmen", teilte er mit. Konkretes wurde nicht genannt. Die bestehende Haushaltslücke für 2025 wird der Sender laut MDR-Intendant Ralf Ludwig "plangemäß in voller Höhe mit den noch vorhandenen Rücklagen" ausgleichen.

Sparpaket bis 2028

Der MDR hatte 2024 ein umfangreiches Sparpaket von 160 Millionen Euro für den Zeitraum 2025 bis 2028 aufgelegt. Für das Jahr 2025 hatte der MDR mit Ausgaben von 742,5 Millionen Euro geplant. Im laufenden Jahr plant der Sender mit Ausgaben in Höhe von 765,9 Millionen Euro. Die genauen Einnahmen und Ausgaben im Jahr 2025 hat der MDR noch nicht veröffentlicht.

Der MDR-Rundfunkrat stimmte auf seiner Sitzung am Montag zudem zwei neuen Produktionen der Krimireihe "Polizeiruf 110" zu, die noch im Jahr 2026 gedreht werden sollen. Von 2027 an sollen der Magdeburger "Polizeiruf 110" sowie der Dresdner "Tatort" für drei Jahre pausieren. Das Vorgehen war auf scharfe Kritik gestoßen.

lob



Zuerst veröffentlicht 29.06.2026 16:24 Letzte Änderung: 29.06.2026 16:41

Schlagworte: Medien, Rundfunk, MDR, Finanzen, NEU

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