Karl-Sczuka-Preis für Radiokunst 2026 geht an Rupert Enticknap - epd medien

01.07.2026 14:25

In seinem Stück "Die fünfte Jahreszeit" hat der britische Klangkünstler Rupert Enticknap die alemannische Fasnet erkundet. Dafür erhält er den Karl-Sczuka-Preis für Radiokunst.

Der britische Klangkünstler Rupert Enticknap

Baden-Baden (epd). Der Karl-Sczuka-Preis für Hörspiel als Radiokunst geht in diesem Jahr an den britischen Klangkünstler Rupert Enticknap. Gewürdigt wird sein Hörstück "Die fünfte Jahreszeit", eine bisher unveröffentlichte Produktion aus dem Jahr 2026, wie der SWR am Mittwoch mitteilte. Der mit 12.500 Euro dotierte Preis des Südwestrundfunks (SWR) gilt als wichtigste internationale Auszeichnung für Radiokunst.

Die Jury lobte Enticknaps Arbeit als "akustische Erkundungsreise" zur alemannischen Fastnacht, die mit Fieldrecordings, vokalen Gesten und Klangexperimenten arbeite: "Der experimentelle Echtzeit-Charakter der Produktion vermittelt eine subjektive Wahrnehmung kulturellen Brauchtums aus einer Beobachterperspektive zwischen Distanz und Nähe."

Förderpreis für Khrystyna Kirik

Den Förderpreis erhält Khrystyna Kirik für ihr vierteiliges Hörstück "State of Latitude". Die Komposition widme sich vier ukrainischen Naturräumen und lote deren ökologische und historische Dimensionen aus, hieß es.

Der Karl-Sczuka-Preis wird jährlich verliehen an die "beste Produktion eines Hörwerks, das in akustischen Spielformen musikalische Materialien und Strukturen benutzt". In diesem Jahr wurden 101 Wettbewerbsbeiträge aus 29 Ländern eingereicht. Über die Preisträger entschied eine unabhängige Jury in Baden-Baden. Der Preis ist nach dem Hauskomponisten des früheren Südwestfunks (SWF) benannt und wurde erstmals 1955 vergeben.

lbw/rid



Zuerst veröffentlicht 01.07.2026 16:25 Letzte Änderung: 01.07.2026 16:52

Schlagworte: Medien, Personalien, Auszeichnungen, NEU

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