12.07.2026 08:14
Washington (epd). Nach einer Vorladung von Reportern der US-Zeitung "New York Times" durch Strafverfolgungsbehörden mehrt sich Kritik an der US-Justiz. Die Vorladungen seien ein "außerordentlicher Angriff auf die Pressefreiheit", erklärte der Präsident des Nationalen Presseclubs, Mark Schoeff, am Samstag (Ortszeit) in Washington. Die Sicherheitskorrespondentin des Fernsehsenders Fox News, Jennifer Griffin, bezeichnete die Vorladungen in sozialen Medien als alarmierend. In dem Artikel gehe es um "legitime Nachrichten zu Sicherheitsbedenken".
Reporter der US-Zeitung "New York Times" hatten über mangelnde Sicherheitssysteme des neuen US-Präsidentenflugzeugs berichtet. Die Boeing 747-8 ist ein umstrittenes Geschenk an US-Präsident Donald Trump von dem Emirat Katar. Trump ließ das Flugzeug zum Regierungsflieger umbauen. Medienberichten zufolge musste Trump nach dem Nato-Gipfel in Ankara mit der alten Air Force One zurückfliegen. Oppositionspolitiker hatten das Geschenk scharf kritisiert.
Die Vorladungen vom Freitag enthielten kaum Details, berichtete die "New York Times". Das Magazin "Newsweek" zitierte einen Sprecher des Justizministeriums, die vorgeladenen Reporter seien nicht das Ziel der Ermittlungen. Es gehe um Personen, die "geheime Informationen geleakt" hätten. Die Reporter sollen am Mittwoch aussagen.
Meldung aus dem epd-Basisdienst
ege
Zuerst veröffentlicht 12.07.2026 10:14
Schlagworte: USA, Medien, Pressefreiheit
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