Das Geschäft mit dem Ball - epd medien

20.07.2026 11:51

Es war die WM der Superlative: 48 Mannschaften, 104 Spiele, so viel Sendezeit wie noch nie. Trotz des enttäuschenden Abschneidens der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-Weltmeisterschaft der Männer waren die TV-Sender mit der Publikumsresonanz zufrieden. Magenta TV, ARD und ZDF füllten die viele Sendezeit mit großen Expertenrunden.

Die Fußball-WM bei ARD, ZDF und MagentaTV

Katrin Müller-Hohenstein, Per Mertesacker, Christoph Kramer, Christian Streich und Jochen Breyer (von links) kommentierten die WM-Spiele im ZDF

epd Christoph Kramer, wortgewandt und mittlerweile auch erfolgreicher Autor, hat die englische Sprache um eine lustige Metapher bereichert: Hat sich der Gegner im eigenen Strafraum eingeigelt, bleibe den Angreifern nichts anderes übrig, als "around the cake" zu spielen, wie der Engländer sage, behauptete er im ZDF. Per Mertesacker, 15 Jahre in den Diensten des Londoner FC Arsenal, stellte zwar klar, das sage der Engländer keineswegs, aber das Bild ist trotzdem treffend: Wie beim Handball geht’s gegen den "tiefen Block" von rechts nach links und wieder zurück, bis sich endlich eine Lücke auftut.

"Around the cake" könnte auch ein englisches Pendant zum deutschen "heißen Brei" sein, um den ständig herumgeredet wird, doch davon konnte vor der Fußball-WM in Mexiko, Kanada und den USA keine Rede sein. In den Dokumentationen vor dem Turnierauftakt kamen alle möglichen Kritikpunkte zur Sprache, zwischen den Partien sorgte vor allem der Freiburger Ex-Trainer Christian Streich im ZDF dafür, dass auch der politische Aspekt der Veranstaltung mit 48 Mannschaften und 104 Spielen nicht in Vergessenheit geriet: Die USA seien "auf dem Weg, eine Autokratie zu werden."

Die Welt ist zu Gast bei Feinden.

"Wenn der Ball erst mal rollt", hatte Rudi Völler in einer der Dokus gesagt, "dann geht’s hier sowieso nur um Fußball." Tatsächlich schienen mit dem Eröffnungsspiel sämtliche Bedenken auf einen Schlag verflogen, obwohl es zur Einstimmung im ZDF hieß: "Geht es noch um den Ball oder nur noch ums Geschäft?" Schon die Titel der Sendungen über das Turnier in "Trumps Amerika" sprachen Bände: "WM-Wahnsinn und Titelträume", "Spielfeld der Macht" (beide ARD), "Foulspiel unter Freunden" (ZDF).

Im Zweiten sprach Eike Schulz in einem Bericht kurz vor dem Eröffnungsspiel von einer WM "zwischen Mythen und Money". Durch die Verschmelzung von Technologie, Medien und Politik, sagte Ben Carrington, führender Experte für die Zusammenhänge zwischen Sport, Kultur und Politik, in "Spielfeld der Macht", "nimmt das Spektakel immer größere Ausmaße an. Die Wirkung ist größer als je zuvor." In Anspielung auf das "Sommermärchen"-Motto "Die Welt zu Gast bei Freunden" resümierte der Soziologe: "Die Welt ist zu Gast bei Feinden."

Eher rhetorisch fragte sich Ingo Zamperoni, der für eine Doku mit dem Sportjournalisten Philipp Awounou durch die USA gereist ist, ob unter diesen Umständen ein "unbeschwertes Fußballfest" überhaupt möglich sei.

Allgegenwärtiger Infantino

Doch entgegen den Befürchtungen gab es keine halbleeren Stadien, meistens tolle Stimmung, und abgesehen von der überlangen Halbzeitpause während des Finales auch keine überbordenden Show-Einlagen. Die Auftritte vieler Teams aus vermeintlichen fußballerischen Entwicklungsländern waren mitunter eindrucksvoll, und Präsident Donald Trump ließ sich erst ganz zum Schluss blicken.

Gianni Infantino war dafür umso allgegenwärtiger, was zur Folge hatte, dass ihn einige Kommentatorinnen und Kommentatoren explizit ignorierten. Im Halbfinale Frankreich gegen Spanien weigerte sich Gari Paubandt im ZDF ausdrücklich, den Namen des Fifa-Präsidenten in den Mund zu nehmen. Ganz ähnlich hatte sich Streich schon zu Turnierbeginn geäußert, auf das Feindbild Fifa konnten sich alle einigen.

Doch dann sorgte ausgerechnet Jürgen Klopp noch vor dem ersten WM-Spiel der deutschen Mannschaft für unerwarteten Gesprächsstoff. Dank seiner launigen Analysen ist "Kloppo" 2006 als ZDF-Experte zur Kultfigur geworden, damals war er noch Tainer beim 1. FSV Mainz 05. Diesmal hatte MagentaTV Klopp, noch "Head of Global Soccer" bei Red Bull, als Experten verpflichtet. Die gemeinsamen Auftritte bei der Telekom-Tochter mit Thomas Müller hatten Unterhaltungswert.

Früher Abschied des DFB-Teams

Und während er mit Müller vor dem Eröffnungsspiel über die Aufstellung des DFB-Teams fachsimpelte, sagte Klopp diesen Satz, zu dem er später erklärte, er sei ihm "flapsig rausgerutscht": "Zum Glück stellt Julian Nagelsmann die Mannschaft auf - noch." Müller konterte: "Kloppo, es ist erst Juni, du bist schon im September." Drei Tage später, vor dem deutschen Spiel gegen Curaçao, klagte Müller, dieser "Schmäh" sei "populistisch ausgeschlachtet" worden. Völler, seines Zeichens DFB-Sportdirektor, machte gewohnt gute Miene zum bösen Spiel und stellte fest: "Ihr seid ja mehr für die Komik zuständig."

18 Tage nach dem "Schmäh" schied Deutschland sang- und klanglos gegen Paraguay aus, kurz darauf endete die "Ära" Nagelsmann beim DFB. Ein Fest für Menschen, die aus unterschiedlichen Ereignissen gern eine Verschwörungserzählung basteln.

Für die übertragenden Sender wäre ein derart früher Abschied des DFB-Teams unter normalen Umständen ein Drama gewesen, weil das Interesse an einem Turnier abnimmt, wenn die Deutschen nicht mehr mitwirken. ARD und ZDF waren dennoch mit der Resonanz zufrieden. ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky sagte, man habe gesehen, dass auch die Spiele ohne deutsche Beteiligung viele Menschen interessierten. Das Finale am 19. Juli ab 21 Uhr im ZDF verfolgten im Schnitt 17,36 Millionen Zuschauer, der Marktanteil lag bei 65,1 Prozent.

Die Rote Karte

Nun hatten die Gesprächsrunden vor und nach den Spielen ein neues Thema: Wer wird Nagelsmanns Nachfolger? Schnell kam es zu der wenig ergiebigen Konstellation, dass sich die Gespräche der Expertinnen und Experten weniger ums Turnier als um die Trainerfindung drehten und dass Magenta TV zur offiziellen Plattform wurde, über die der vom DFB rasch als Wunschkandidat benannte Klopp sich äußerte. Am Finaltag sagte er bei MagentaTV, dass nur noch Detailfragen des Vertrags mit dem DFB zu klären seien.

Politisch sorgte US-Präsident Donald Trump für einen neuen Aufreger, nachdem der US-Torjäger Folarin Bolagun im Sechzehntelfinale eine Rote Karte gesehen hatte. Trump rief bei Infantino an, und schon hob die FIFA die Sperrre auf. Bolagun durfte im Achtelfinalspiel gegen Belgien wieder auflaufen, die USA verloren trotzdem. In der Dokumentation "WM-Wahnsinn" hatte Thomas Hitzlsperger die Frage gestellt: "Wird der Fußball die USA verändern - oder die USA den Fußball?" Wirklich beantwortet ist sie nicht. Für den Chefredakteur von "11 Freunde", Philipp Köster, ist der Schaden, der der FIFA durch diese Entscheidung entstanden ist, "fast irreparabel".

KI stellt Spielberichte zusammen

Während des Gruppenspiels der Argentinier gegen Algerien hatte es einen ähnlichen, zwischenzeitlich allerdings wieder in Vergessenheit geratenen Vorfall gegeben: Der Schiedsrichter hätte Lionel Messi nach einem groben Foul vom Platz stellen müssen. Auch das war Stoff für eine Verschwörungsthese: Wollte die FIFA verhindern, dass das Turnier vorübergehend auf seinen Topstar verzichten muss, zumal Messi für Inter Miami spielt? Dazu passte, dass das Foulspiel im Spielbericht von MagentaTV ausgespart wurde.

Die 15 Minuten langen "XXL-Highlights" bei der Telekom-Tochter wurden auf Basis der Originalkommentare von einer KI zusammengestellt, waren aber wenig erquicklich, weil Sätze mittendrin endeten und keinerlei "Spielfluss" entstand. Dass die Magenta-Reporterinnen und Reporter (anders als bei ARD und ZDF) bei fast allen Übertragungen im Münchener Studio saßen, aber dennoch schrien, als müssten sie 70.000 Menschen im Stadion übertönen, ist ebenfalls journalistisch fragwürdig.

Ein bisschen unorthodox

Nur bedingt ins Konspirationsgefüge passt hingegen die von Nagelsmann als "Vollskandal" eingestufte Entscheidung des Spielleiters, Waldemars Antons harmlosen Rempler vor dem vermeintlichen deutschen Siegtreffer gegen Paraguay als Foul zu bewerten. Nachdem die deutsche Mannschaft 1998 im Viertelfinale bei der WM ausgeschieden war, hatte Berti Vogts von einer "internationalen Verschwörung" gegen den deutschen Fußball gesprochen. Davon war angesichts der dürftigen Leistungen des DFB-Teams diesmal zum Glück keine Rede.

Politisch wurde es dafür in anderer Hinsicht. Bastian Schweinsteiger beging als ARD-Experte den Fehler, den afrikanischen Fußball als "ein bisschen unorthodox", "ein bisschen wild" und "manchmal nicht ganz so von der Taktik geprägt" zu bezeichnen. Das brachte ihm zu Recht einen Rüffel ein, zumal die Realität dieses pauschale Urteil längst hinter sich gelassen hat. Kathrin Müller-Hohenstein (ZDF) bediente sich ähnlicher Klischees, als sie vor der Begegnung Brasilien gegen Japan im Sechzehntelfinale formulierte: "Die heißen Brasilianer gegen die klugen, kühlen ..." Dann brach sie ab, weil sie offenbar gemerkt hatte: Auch positive Stereotype sind diskriminierend.

Taktik-Analysen

Wie stets bei Turnierübertragungen war auch diesmal die Berichterstattung drumherum deutlich umfangreicher, gerade bei MagentaTV. Wer wollte, konnte sich beim "Breakfast Club" schon am frühen Morgen auf den neuesten Stand bringen lassen. Das war stellenweise durchaus anspruchsvoll, weil unter anderem Omid Nouripour, der ehemalige Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen zu Gast war. Fürs Fachwissen waren dort vor allem Patrick Ittrich (Ex-Schiedsrichter und Buchautor) sowie Tobias Schweinsteiger (Trainer und älterer Bruder von Bastian) zuständig.

Sehenswert waren bei Magenta morgens wie abends die Beiträge von Jan Henkel als Kopf des Taktik-Teams, dessen Analysen ebenso wie die Ausführungen von Streich und Klopp aus der Trainerausbildung stammen könnten. Manch ein Fußball-Fan hat womöglich erst jetzt verstanden, wie "Restverteidigung" tatsächlich funktioniert.

Fortbildungen anderer Art würden dagegen den Journalisten an den Mikrofonen in den Stadien und Studios nicht schaden, zum Beispiel in Sachen Regelkunde: Wenn der Schiedsrichter beim Pfiff den Arm hebt, handelt es sich keineswegs um ein Stürmerfoul, wie Claudia Neumann (ZDF) gleich mehrfach mutmaßte, sondern höchstwahrscheinlich um eine Abseitsposition. Und Philipp Sohmer (SWR) wusste nicht, dass der Videoassistent neuerdings auch bei falschen Ab- beziehungsweise Eckstoßentscheidungen eingreifen darf.

Das ist im Moment das Momentum.

Moderatorin Anna Kraft sagte bei MagentaTV mal Phrase statt Phase. Natürlich ein Versprecher, aber auch eine klassische Freudsche Fehlleistung angesichts der vielen Floskeln, die bemüht wurden. Ein 1:0 ist ein "Brustlöser", mit dem 3:0 macht eine Mannschaft "den Deckel" drauf (Müller-Hohenstein). Ein Stürmer, der plötzlich losrennt, "zündet den Turbo", ein nur selten eingewechselter Spieler ist ein "Bankangestellter". Auch deshalb waren die Ausführungen Streichs so erfrischend: Er verwendet in der Regel keine Floskeln und Übertreibungen wie "Weltklasse", "Traumtor" oder "Monstergrätsche, die das Resultat purer Denkfaulheit sind.

Das gilt auch für die inflationäre Benutzung des Trendworts "Momentum", ohne das kein Fußballbericht und keine Analyse mehr auskommt, auf die Spitze getrieben von Neumann: "Das ist im Moment das Momentum". Der Begriff ist ebenso wie "Box" (Strafraum) ein Import aus der englischen Sportsprache. Die ZDF-Reporterin scheint viele Originalübertragungen aus der Premier League zu schauen, in ihren Kommentaren wimmelt es nur so von Anglizismen: Der eine Spieler bringt "seine Skills" nicht auf den Platz, der andere macht "Moves zwischen den Linien", von den Rängen gibt’s "Fan-Support", das Angriffstrio der Franzosen ist eine "Benchmark", Innenverteidiger "müssen sich erst mal eingrooven", Flanken sind "gut getimt", und gegen Ende eines Spiels bricht "die absolute Crunchtime" an. Urdeutsch ist dagegen das Bild eines "Ritts auf der Rasierklinge", das sie ebenfalls gern beschwört.

Manche Fehler waren eher lustig als peinlich. Im ZDF stellte Amelie Stiefvatter fest, das Aztekenstadion in Mexiko liege "2200 Meter über dem Meeresgrund". Und Paubandt verkündete nach dem verwandelten Strafstoß der Spanier im Halbfinale: "Frankreich führt!".

Die Sache mit dem Karma

Andere Bemerkungen taugen als Beleg für die Behauptung, im Sportjournalismus sei eine profunde Halbbildung mehr als ausreichend: Magenta-Moderator Johannes B. Kerner bezeichnete die Sonne gleich mehrfach als "Planet", Laura Wontorra spricht wie die meisten Mitglieder der Fußballfamilie von "Internas", obwohl "Interna" bereits Plural ist, Christina Graf (SWR) sagt immer noch "scheinbar", wenn sie "anscheinend" meint. Bei einem Spiel der Demokratischen Republik Kongo erzählte Neumann, bei der WM 1974 in Deutschland sei das Land noch unter dem alten Namen Haiti angetreten; tatsächlich hieß es damals Zaire.

Und dann ist da noch die Sache mit dem Karma. Trotz diverser Dementis hält sich in Fan-Kreisen hartnäckig das Gerücht, Jürgen Klinsmann habe einst in seiner Zeit als Trainer beim FC Bayern Buddha-Statuen aufstellen lassen; in Wirklichkeit war das die Idee eines Architekten. Karma scheint in seinem Denken trotzdem eine nicht unerhebliche Rolle zu spielen. In "Spielfeld der Macht" sagte er im Gespräch mit Zamperoni, Topathleten hätten die Verpflichtung, sich auf den Sport zu konzentrieren. Sein Beleg ist die WM in Katar, als sich die deutschen Spieler beim Mannschaftsfoto vor dem ersten Spiel die Hand vor den Mund hielten, um beredtes Schweigen zu demonstrieren. Das findet Klinsmann noch heute "katastrophal" und beteuert: "Man kreiert schlechtes Karma."

Trinkpausen als Werbepausen

Auch Laura Wontorra fürchtete "schlechtes Karma", als sie Müller fragte, ob Deutschland absichtlich ein Spiel verlieren sollte, um als Gruppenzweiter dem Achtelfinalgegner Frankreich aus dem Weg zu gehen; Müller wendete sich (wenn auch nicht buchstäblich) mit Grausen. Ein paar Spieltage später beschwerte sich die Moderatorin, er verpasse ihr ständig kleine Seitenhiebe. Das sollte wie Geplänkel wirken, klang aber ziemlich pikiert.

Natürlich geht es bei einer Fußball-WM vor allem ums Geld, auch wenn die FIFA das weit von sich weist. Wie Gianni Infantino mitteilte, soll diese WM dem Weltfußballverband Rekordeinnahmen von 15 Milliarden Euro bringen, vier Milliarden mehr als ursprünglich geplant. Größtes Ärgernis für die Fußballfans waren die neu eingeführten "Trinkpausen", die für Pfiffe in den Stadien sorgten. "Die Trinkpause ist ’ne Werbepause, das weiß jeder", stellte Mats Hummels fest. MagentaTV machte davon eifrig Gebrauch, ARD und ZDF vor 20 Uhr ebenfalls.

Der Show-Anteil war überschaubar, aber nicht nur Streich war befremdet, wie oft die Bildregie der FIFA die VIPs in den Stadien einblendete; Paubandt sprach von einem "People-Magazin mit gelegentlichen Fußballszenen". Die regelmäßigen Sekunden Ruhm für einzelne Fans auf den Tribünen sind ähnlich lästig, ganz zu schweigen von den überflüssigen Berichten, wenn sich Reporterinnen und Reporter schon Stunden vor dem Spiel unters aufgekratzte Fußballvolk mischen.

Telekom hat WM-Rechte 2030 gekauft

Nervig war es auch, wenn Müller-Hohenstein und Jochen Breyer ihre Kolleginnen und Kollegen in den USA stets mit der Anrede "liebe ... " begrüßten. Bei Magenta wiederum wurden für Außenstehende seltsam klingende Spitznamen verwendet: Thomas Wagner ist "Wäggi", Christian Straßburger ist "Straßi". "Wäggi" war der Magenta-Mann für die DFB-Elf, wirkte aber im Vergleich zum stets strahlenden ZDF-Pendant Lili Engels etwas sauertöpfisch und gehörte zur großen Fraktion jener, die nach der Abreise des DFB-Teams immer schon gewusst hatten, dass Nagelsmann der falsche Trainer war und Klopp der richtige wäre.

MagentaTV, das die Rechte für alle 104 Spiele erworben hatte, hat jedenfalls die WM gut genutzt, um Werbung für die eigene Sportberichterstattung zu machen. Die Telekom konnte nach eigenen Angaben mit der WM in diesem Jahr "deutlich mehr Kunden gewinnen als erwartet". Während der zweieinhalbstündigen Gespräche vor dem Finale schaute Telekom-Vorstand Rodrigo Diehl bei Kerner vorbei, um zu verkünden, dass der Konzern die Rechte für die WM 2030 gekauft hat. Mal sehen, wie kritisch der Sender dann mit Jürgen Klopp umspringt.

infobox: ARD und ZDF hatten Sublizenzen für 60 der insgesamt 104 Spiele erworben. Die höchste Zuschauerzahl hatte am 14. Juni ab 19 Uhr das Gruppenspiel Deutschland - Curaçao im Ersten mit 24,01 Millionen Menschen und 70,0 Prozent Marktanteil. Die Begegnung Ecuador - Deutschland am 25. Juni verfolgten ab 22 Uhr im Ersten 19,08 Millionen Menschen, der Marktanteil lag bei 71,7 Prozent. Das Gruppenspiel Deutschland - Côte d'Ivoire sahen am 20. Juni im ZDF 18,93 Millionen Menschen, der Marktanteil lag bei 71,9 Prozent.



Zuerst veröffentlicht 20.07.2026 13:51 Letzte Änderung: 20.07.2026 14:58

Tilmann Gangloff

Schlagworte: Medien, Fernsehen, Fußball, WM, NEU

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