27.07.2026 09:42
Frankfurt a.M. (epd). Der frühere Leiter der Parlamentsredaktion der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ), Günter Bannas, ist tot. Der Journalist starb am 24. Juli nach langer Krankheit im Alter von 74 Jahren in Berlin, wie die FAZ am 26. Juli berichtete.
Bannas wurde am 8. Mai 1952 geboren und studierte unter anderem Geschichte. 1979 trat er in die Politische Redaktion der FAZ ein. Zwei Jahre später entsandte ihn die Zeitung als Korrespondent nach Bonn, wo er unter anderem über die Entwicklung der Grünen schrieb.
Nach einem einjährigen Ausflug zur "Süddeutschen Zeitung" kehrte Bannas 1998 als Leiter der Berliner Parlamentsredaktion zur FAZ zurück. In der Zeit von Bundeskanzler Gerhard Schröder widmete er sich zunächst der Regierungspartei SPD, später dann Bundeskanzlerin Angela Merkels CDU.
Der Inbegriff der journalistischen Seriosität
Nach Angaben der FAZ verfasste Bannas in seiner journalistischen Laufbahn knapp 10.000 Artikel. Im März 2018 ging er in Ruhestand. In dem 2019 erschienenen Buch "Machtverschiebung" analysierte Bannas die Veränderungen in der deutschen Politik nach dem Umzug von Bonn nach Berlin. Für sein Lebenswerk erhielt er 2018 den Theodor-Wolff-Preis.
FAZ-Herausgeber Berthold Kohler schrieb in einem Nachruf mit dem Titel "Der Inbegriff der journalistischen Seriosität", die deutsche Politik habe "einen ihrer geachtetsten Beobachter und genauesten Chronisten verloren, der vielen jüngeren Journalisten ein Vorbild war".
nbl
Zuerst veröffentlicht 27.07.2026 11:42 Letzte Änderung: 27.07.2026 12:06
Schlagworte: Medien, Presse, Personalien, FAZ, Bannas, NEU
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