12.08.2026 05:11
Washington (epd). Das US-Medienunternehmen USA Today Co. erntet Kritik wegen seines Vorhabens, Mediennutzerdaten mithilfe des KI-Unternehmens Palantir auszuwerten. Die Gewerkschaft News Guild warnte, die Kooperation schade dem Vertrauen der Öffentlichkeit und stelle "schwerwiegende Fragen zur Sicherheit der Daten von unseren Lesern". Palantir Technologies liefert seine Tools zur Datenanalyse mittels Künstlicher Intelligenz (KI) an Geheimdienste, an die Polizei und an das Militär in den USA und in Europa.
Mit rund 200 Lokalzeitungen in den USA und der nationalen Zeitung "USA Today" ist USA Today Co. laut Fachdienst "editorandpublisher.com" die größte Zeitungsverlagskette der USA. Am 6. August hatte Vorstandschef Mike Reed bei einer Telefonkonferenz zum Ergebnis für das zweite Quartal 2026 erklärt, das Unternehmen werde künftig Palantirs KI-betriebene Plattform nutzen, um User besser zu verstehen, die Leserbindung zu stärken und Einnahmen zu erhöhen.
Reed habe nur "minimale Details" zur Zusammenarbeit genannte, kritisierte die Gewerkschaft News Guild zu Beginn dieser Woche. Er sagte, die Daten blieben im Besitz des Medienunternehmens. Nach Angaben des Konzerns haben im zweiten Quartal 2026 158 Millionen Nutzer Webseiten des Unternehmens besucht. News Guild erklärte, Palantir-Software sei von staatlichen Organen für "weitverbreitete Überwachung" eingesetzt worden und zur Festnahme zahlreicher US-Bewohner ohne Papiere.
Palantir dient auch der US-Kriegsführung, anscheinend bei der Auswahl von Zielen. Präsident Donald Trump hatte die Firma im April gelobt. Sie habe großartige Kapazitäten zur Kriegsführung. Man müsse nur "unsere Feinde fragen".
Meldung aus dem epd-Basisdienst
ege
Zuerst veröffentlicht 12.08.2026 07:11
Schlagworte: USA, Medien, Datenschutz
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