26.08.2026 11:01
Köln (epd). Die Nominierungen für den diesjährigen Deutschen Fernsehpreis stehen fest. In 27 Kategorien wurden insgesamt 39 Produktionen und 67 Personen ausgewählt. Darunter sind Filme, Mehrteiler, Serien sowie Schauspieler, Regisseure und Ausstatter, wie die Veranstalter des Preises am Mittwoch in Köln mitteilten. Berücksichtigt wurden Programme aus Fiktion, Unterhaltung, Information und Sport, die im Zeitraum vom 1. Juli 2025 bis zum 30. Juni 2026 in Deutschland zu sehen waren. Die Preisverleihung findet am 9. September in Köln statt.
Um die Auszeichnung als Bester Fernsehfilm/Mehrteiler konkurrieren die Produktionen "Die Nichte des Polizisten" (ARD/SWR/NDR), "Olivia" (ZDF) und "Tatort: Dunkelheit" (ARD/HR). Für die Auszeichnung als Beste Drama-Serie gehen fünf Produktionen ins Rennen: "Hundertdreizehn" (ARD/ORF/WDR), "Maxton Hall - Die Welt zwischen uns" (Primevideo), "Die Nibelungen - Kampf der Königreiche" (RTL), "Schattenseite" (ARD/HR/Funk) und "Unfamiliar (Netflix). Nominiert für die Beste Regie Fiktion sind Arkadij Khaet und Mickey Paatzsch für "Chabos" (ZDFneo), Bettina Oberli für "Naked" (ARD/WDR) und Rick Ostermann für "Hundertdreizehn".
Chancen auf den Preis als beste Informationssendung haben "Markus Lanz" (ZDF), "NTV live zum Tag des USA-Iran-Kriegs" mit Raschel Blufarb und "Was Deutschland verbindet" (ARD/HR/MDR).
Das ZDF ist mit 23 Nominierungen vertreten. Darunter befindet sich "Olivia", der Film über die Lebensgeschichte von Dragqueen Olivia Jones. Hauptdarsteller Johannes Hegemann ist für seine Darstellung nominiert. Der historische Zweiteiler "Sturm kommt auf" geht nur in den Kategorien Beste Kamera Fiktion und Beste Ausstattung Fiktion ins Rennen.
Die ARD erhielt insgesamt 32 Nominierungen, der WDR ist elfmal nominiert. Darunter sind acht Produktionen unter WDR-Federführung und drei mit WDR-Beteiligung. Unter anderem dürfen die Serien "Hundertdreizehn", "Naked" und "Mozart/Mozart" sowie die Dokumentation "Hirschhausen und die Deepfake-Mafia" auf eine Auszeichnung hoffen. ProSiebenSat.1 hat acht Nennungen, RTL Deutschland sieben und Netflix zwei. Jeweils eine Nominierung ging an Magenta TV, Prime Video und Eurosport.
In der Kategorie Beste Schauspielerin sind Derya Akyol, Samirah Breuer, Annette Frier, Karin Hanczewskiund Magdalena Laubisch nominiert. Als Beste Schauspieler stehen neben Johannes Hegemann Josef Hader, Edin Hasanovic, Johannes Kienast und Tom Schilling auf der Anwärter-Liste.
Der Juryvorsitzende Stephan Lamby erklärte, dass sich viele Produktionen mit Meinungsfreiheit und Toleranz, Rechtsextremismus, Terrorismus und Kriegen beschäftigten. Die konfliktreichen Themen fänden in fast allen Genres statt. In der Fiktion sei "auf sehr hohem Niveau und teilweise auch sehr mutig produziert worden".
In der Information und im Sport seien "spannende Innovationen" zu beobachten, sagte Lamby: "Themen, die es vor wenigen Jahren nicht ins Fernsehen geschafft hätten, werden nun in großer Ausführlichkeit als Doku-Serie behandelt." Hier sei für die Jury die "Qual der Wahl am größten" gewesen.
Der Deutsche Fernsehpreis wird seit 1999 zur Würdigung hervorragender Leistungen für das Fernsehen verliehen. Gestiftet wird die Auszeichnung von ZDF, Sat.1, ARD, Deutscher Telekom und RTL. Die Streaminganbieter Disney+, Netflix und Prime Video begleiten den Preis als Partner.
infobox: Die vollständige Liste der Nominierungen finden Sie hier.
lwd/dir
Zuerst veröffentlicht 26.08.2026 13:01 Letzte Änderung: 26.08.2026 13:44
Schlagworte: Medien, Fernsehen, Auszeichnungen, Roether, lwd, NEU
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