27.08.2026 15:32
Frankfurt a.M. (epd). Die "Frankfurter Rundschau" (FR) will ihre redaktionelle Arbeit zum 1. Oktober neu gewichten. Die Tageszeitung wolle mehr "Raum für eigene Recherchen und redaktionelle Inhalte" schaffen, teilte die FR am Donnerstag in Frankfurt am Main mit. Die personellen Kapazitäten dafür sollten durch eine stärkere technische Unterstützung bei der Produktion der Zeitungsseiten gewonnen werden.
Der kommissarische Chefredakteur Michael Bayer (58) will den Angaben zufolge die exklusive Berichterstattung zur Bundespolitik in Berlin stärken und die redaktionelle Verantwortung für die Ressorts Politik, Wirtschaft, Panorama und Meinung in Frankfurt bündeln. Die bisherige Politikchefin Christine Dankbar (62) arbeite künftig dauerhaft in Berlin und werde dort das Hauptstadtressort verantworten.
In Frankfurt werde Chefreporter Pitt von Bebenburg (65) die Leitung der überregionalen Berichterstattung übernehmen. Er sei "zutiefst davon überzeugt, dass eine linksliberale Stimme wie die FR in einer Zeit, in der Fragen von Demokratie, Zusammenhalt und gesellschaftlicher Verantwortung viele Menschen bewegen, gebraucht wird wie selten zuvor", sagte von Bebenburg.
Zum 1. Juli hatte Sabrina Hoffmann ihren Posten als Chefredakteurin der FR aufgegeben. Die Journalistin verlasse das Blatt "aus persönlichen Gründen", teilte die Zeitung damals mit.
Die seit August 1945 erscheinende Frankfurter Rundschau gehört zu 90 Prozent der Zeitungsholding Hessen (ZHH) mit Sitz in Kassel, die restlichen zehn Prozent hält die Karl-Gerold-Stiftung. Eigentümer der ZHH sind der zur Ippen-Gruppe gehörende Zeitungsverlag F. Wolff & Sohn mit 80 Prozent und die Mittelhessische Druck- und Verlagsgesellschaft mit 20 Prozent.
lmw
Zuerst veröffentlicht 27.08.2026 17:32 Letzte Änderung: 28.08.2026 11:12
Schlagworte: Medien, Tageszeitungen, NEU
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