Sven Plöger will Klimaschutz mit spannenden Geschichten voranbringen - epd medien

07.09.2026 14:43

Die Folgen der Klimaerwärmung in verschiedenen Regionen der Erde zeigt unter anderem eine Dokumentationsreihe des ARD-Meteorologen Plöger. Er versucht, auf Lösungen aufmerksam zu machen.

Sven Plöger auf dem Panamakanal während der Dreharbeiten zu seiner ARD-Dokureihe "Wie extrem wird das Wetter, Sven Plöger?" (Archivbild)

Frankfurt a.M. (epd). Der Meteorologe, ARD-Moderator und Buchautor Sven Plöger möchte Menschen für das Klima und dessen komplexe Zusammenhänge interessieren, sie aber nicht überfordern. "Wenn wir den Menschen mit der Klimakatastrophe kommen, funktioniert das nicht", sagte er am Montag in Frankfurt am Main. Dystopische Erzählungen führten nur dazu, dass die Menschen mit dem Gefühl der Ohnmacht zurückblieben. In der Folge werde die Klimaerhitzung verdrängt und jeder glaube, nichts tun zu können. Sinnvoller sei es, einzelne spannende Geschichten zu konkreten Problemen zu erzählen, zu denen es Lösungsansätze gebe.

Mit der richtigen Klimakommunikation könnten die Menschen emotional erreicht werden, sagte Plöger. "Dann kann auch eine Haltung entstehen und das Interesse, etwas im Kleinen zu verändern." In seiner dritten, am 14. September ausgestrahlten Folge der Reihe "Wie extrem wird das Wetter, Sven Plöger?" geht es um den "Klima-Hotspot Mittelmeer".

Die im Auftrag von Hessischem Rundfunk (HR), Südwestrundfunk (SWR) und Mitteldeutschem Rundfunk (MDR) für die ARD produzierte Dokumentation zeige die Folgen der Hitze über und unter Wasser, die verheerenden Brände und Probleme einzelner Tierarten, aber sie zeige auch diesen paradiesischen "Sehnsuchtsort Mittelmeer". "Wenn wir die Schönheit des Mittelmeerraums zeigen, entsteht möglicherweise der Wunsch, diese Schönheit zu erhalten", so Plöger.

Klima-Dokumentationen erfolgreich

Das Konzept sei erfolgreich, betonte die Leitende Redakteurin beim HR, Julia Klüssendorf. Die ersten beiden Folgen zu dem Wetterphänomen El Niño und dem Schmelzen der Arktis hätten für eine Dokumentation sehr gute Werte erzielt. "Die Macht des El Niño" hatte demnach einen bundesweiten Marktanteil von 10,2 Prozent (2,72 Millionen Zuschauer), die Sendung zur Arktis hatte einen Marktanteil von 13,3 Prozent (3,67 Millionen Zuschauer).

Wie extrem das Wetter werde, "hängt von uns ab", sagte der ARD-Meteorologe. Der Sommer habe genau das gebracht, was die Wissenschaft seit vielen Jahren ankündige. Anpassung an die Klimaerwärmung sei notwendig, allerdings auch der Klimaschutz: "Wir brauchen beides", sagte Plöger.

lmw



Zuerst veröffentlicht 07.09.2026 16:43

Schlagworte: Klima, Medien, Wetter, Dürre

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