09.09.2026 11:10
Frankfurt a.M. (epd). Für herausragende Berichterstattung über jüdisches Leben und die Bekämpfung des Antisemitismus werden vier Veröffentlichungen mit dem ersten Georg Stefan Troller Preis ausgezeichnet. Der Preis gehe zu gleichen Teilen an Thorsten Schmitz für den Artikel "Wer ein Warum hat, erträgt jedes Wie" ("Süddeutsche Zeitung") sowie an Sharon On und Dirk Laucke für das Hörspiel "Auch wenn es dunkel ist" (Rundfunk Berlin-Brandenburg), teilten der Verband Jüdischer Journalistinnen und Journalisten und die Fazit-Stiftung in Frankfurt am Main am Mittwoch mit. Ebenfalls geehrt würden Nicholas Potter für das Buch "Die neue autoritäre Linke" (dtv) sowie Mascha Malburg und Joshua Schultheis für das Buch "Worüber Juden reden" (Hentrich & Hentrich Verlag).
Eine lobende Erwähnung erhalte Anetta Kahane, Gründerin der Amadeu Antonio Stiftung, für ihre Kolumnen in der "Frankfurter Rundschau". Der mit insgesamt 12.000 Euro dotierte Preis der Fazit-Stiftung, Mehrheitsgesellschafter der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", und des Verbands Jüdischer Journalistinnen und Journalisten werde voraussichtlich am 11. Oktober im Jüdischen Museum in Frankfurt am Main verliehen. Die Laudatio halte der CDU-Bundestagsabgeordnete und ehemalige nordrhein-westfälische Ministerpräsident, Armin Laschet.
Der Preis ist nach dem Reporter, Dokumentarfilmer und Autor Georg Stefan Troller benannt, der im September 2025 im Alter von 103 Jahren gestorben ist. Troller stammte aus einer jüdischen Wiener Familie und arbeitete viele Jahre als Paris-Korrespondent, unter anderem für den WDR und das ZDF.
Der Preis zeichnet den Angaben zufolge "journalistische Arbeiten aus, die jüdisches Leben in der Gegenwart sichtbar machen, differenziert darstellen und zum Verständnis jüdischer Lebensrealitäten im deutschsprachigen Raum und weltweit beitragen".
Meldung aus dem epd-Basisdienst
lmw
Zuerst veröffentlicht 09.09.2026 13:10
Schlagworte: Auszeichnungen, Medien, Judentum
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