Deutscher Fernsehpreis: Meiste Auszeichnungen für ARD und ZDF - epd medien

10.09.2026 08:07

ARD und ZDF sind die großen Gewinner des Deutschen Fernsehpreises 2026, die Schauspieler-Auszeichnungen gingen jedoch an private Produktionen. NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst überreichte den Ehrenpreis an Peter Kloeppel.

Die ZDF-Produktion "Olivia" wurde als bester Fernsehfilm ausgezeichnet (M.: Johannes Hegemann als Olivia Jones)

Köln (epd). Mehr als die Hälfte der Auszeichnungen des Deutschen Fernsehpreises gehen an ZDF und ARD. Bei einer Gala am Mittwochabend wurden 18 Preise verliehen. Von den insgesamt 29 Preisen gingen neun an die ARD und acht an das ZDF. RTL erhielt vier Auszeichnungen, je zwei Preise gingen an ProSiebenSat.1 und Netflix sowie je eine Auszeichnung an MagentaTV, Disney+, HBO Max und Welt. Die ersten elf Preise waren bereits am Dienstag vergeben worden.

Als bester Fernsehfilm wurde "Olivia" (ZDF), die Lebensgeschichte der Dragqueen Olivia Jones, gewürdigt. Den Preis als beste Drama-Serie erhielt "Hundertdreizehn" (ARD) über ein Busunglück. Karin Hanczewski wurde als beste Schauspielerin für "Call My Agent Berlin" (Disney+), Tom Schilling als bester Schauspieler für "Achtsam Morden" (Netflix) gewürdigt.

"Markus Lanz" ausgezeichnet

In der Sparte Information wurde die ZDF-Talkshow "Markus Lanz" ausgezeichnet. "Terra Xplore mit Leon Windscheid" (ZDF) gewann als bestes Infotainment. Den Preis für die beste Dokumentation erhielt "Joko & Klaas LIVE - #dontlookaway" (ProSieben). "Mesut Özil - Zu Gast bei Freunden" (ZDF) wurde als beste Doku-Serie prämiert.

Welt-Chefreporter Ibrahim Naber bekam für seine Ukraine-Berichterstattung eine Ehrung für die beste Einzelleistung im Bereich Information. Die Auszeichnung für die beste Sportsendung ging an die WM-Berichterstattung 2026 von MagentaTV.

Beste Unterhaltungsshow "Wer weiß wie wann was war?"

Den Preis als beste Unterhaltungsshow gewann "Wer weiß wie wann was war?" (RTL). Das "heute-show extra: Next Stop Köster" (ZDF) wurde in der Kategorie Comedy/Late Night ausgezeichnet. Laura Wontorra erhielt für "Deutschland sucht den Superstar" (RTL) den Preis für die beste Moderation beziehungsweise Einzelleistung in der Unterhaltung.

Der Förderpreis ging an das junge Ensemble der Dramedy-Serie "Chabos", die von BBC Studios für ZDFneo produziert wurde. Die Produktion erhielt auch den Preis als beste Comedy-Serie.

Den Ehrenpreis erhielt der Journalist und Moderator Peter Kloeppel für sein Lebenswerk. Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) würdigte den ehemaligen RTL-Chefredakteur als "einen der renommiertesten Journalisten unseres Landes". Über Jahrzehnte habe er mit seiner ruhigen, besonnenen Art komplexe Themen verständlich gemacht und damit ein Millionenpublikum erreicht, sagte Wüst bei der Preisvergabe. Kloeppel moderierte unter anderem eine mehr als siebenstündige Live-Sendung zu den Terroranschlägen in den USA am 11. September 2001.

Jury-Vorsitzender Lamby: Branche steht unter Druck

Die Branche stehe unter wachsendem Druck, sagte der Jury-Vorsitzende Stephan Lamby. Umso mehr habe sich die Jury gefreut, zu wie viel Exzellenz sie weiterhin in der Lage sei. Die Preisentscheidungen sollen "herausragende Leistungen belohnen und allen Programmmachern Mut machen".

Der Deutsche Fernsehpreis wird von MagentaTV, RTL, ZDF, SAT.1 und der ARD jedes Jahr an herausragende Produktionen in den Bereichen Fiktion, Unterhaltung, Information und Sport in bis zu 30 Kategorien verliehen. Partner sind seit 2023 die Streaming-Anbieter Disney+, Netflix und Prime Video.

lwd



Zuerst veröffentlicht 10.09.2026 10:07 Letzte Änderung: 10.09.2026 11:04

Schlagworte: Medien, Fernsehen, Auszeichnungen, NEU

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