17.09.2026 13:01
Tutzing (epd). Journalismus ist für den evangelischen Pfarrer und Publizisten Udo Hahn ein "notwendiger Garant für Öffentlichkeit und Freiheit". Auch die Kirchen trügen Verantwortung, dass dies so bleibe, schreibt er in einem am Donnerstag veröffentlichten Gastbeitrag auf "sonntagsblatt.de" zur Aktion "Demokratie braucht viele Stimmen". Denn Publizistik gehöre zum kirchlichen Kernauftrag. Hahn ist Direktor der Evangelischen Akademie Tutzing.
Mit der Gründung der Nachrichtenagentur Evangelischer Pressedienst (epd) im Jahr 1910 habe die evangelische Kirche früh Gespür entwickelt und eine Innovation geschaffen. Dadurch habe der Protestantismus mehr mediale Sichtbarkeit erlangt. Die eigentliche Bedeutung liege aber darin, die publizistische Vielfalt zu sichern und auf diese Weise einen Dienst an der Gesellschaft zu leisten und zum Gemeinwohl beizutragen, schreibt Hahn weiter.
Kennzeichen evangelischer Medienarbeit sei seit jeher journalistische Professionalität. Denn diese sei neben der Freiheit Voraussetzung für Qualitätsjournalismus. "Man kann nur hoffen, dass die 'Kirche der Freiheit', so sieht sich der Protestantismus selbst - beides auch in Zukunft gewährleistet: professionelle Publizistik und Freiheit kirchlicher Medienarbeit", schreibt Hahn.
Das letzte publizistische Gesamtkonzept habe die Evangelische Kirche in Deutschland 1997 vorgelegt. Es brauche seit Langem eine qualifizierte Neufassung. Politik und Gesellschaft würde es in herausfordernden Zeiten helfen, wenn die evangelische Kirche im medienpolitischen Diskurs wieder Akzente setzen könne und ernst genommen würde. Ein solche Stimme sei sie über Jahrzehnte gewesen.
lbm
Zuerst veröffentlicht 17.09.2026 15:01 Letzte Änderung: 17.09.2026 15:05
Schlagworte: Kirchen, Medien, NEU
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