René Nohr ist neuer Vorsitzender des SWR-Rundfunkrates - epd medien

17.09.2026 14:45

Künftig steht René Nohr dem Rundfunkrat des SWR vor. In seiner konstituierenden Sitzung wählte das Gremium den gesamten Vorsitz.

Stuttgart (epd). Der Rundfunkrat des Südwestrundfunks (SWR) ist am Donnerstag zu seiner konstituierenden Sitzung zusammengekommen. Damit habe das Gremium seine fünfjährige Amtszeit 2026-2031 offiziell begonnen, teilte die Gremiengeschäftsstelle am Donnerstag in Stuttgart mit. In der Sitzung habe der Rundfunkrat René Nohr zum Vorsitzenden sowie Sarina Pfründer zur ersten stellvertretenden Vorsitzenden und Susanne Ganster zur zweiten stellvertretenden Vorsitzenden gewählt, hieß es weiter.

Der neu zusammengesetzte Rundfunkrat nimmt seine Arbeit auf Grundlage des novellierten SWR-Staatsvertrags auf, der am 1. September 2025 in Kraft getreten ist und eine Reform der Gremien vorsieht.

An gesellschaftliche Entwicklungen angepasst

So sei die Zusammensetzung des Rundfunkrates im Hinblick auf die entsendeberechtigten Organisationen durch den Gesetzgeber an die gesellschaftlichen Entwicklungen angepasst worden, hieß es. Neu hinzugekommen sind den Angaben nach unter anderem drei Vertreterinnen und Vertreter der jungen Generation im Alter von 18 bis 29 Jahren. Ferner seien weitere gesellschaftliche Gruppen neu berücksichtigt worden: Beispielsweise entsenden die Lesben- und Schwulenverbände und die Digitalwirtschaft nun jeweils ein Mitglied.

Mit der Strukturreform gehe auch eine Verkleinerung des Gremiums einher: So bestehe der Rundfunkrat des SWR statt wie bisher aus 74 Mitgliedern künftig aus insgesamt 57 Mitgliedern: 33 Mitglieder aus Baden-Württemberg und 17 Mitglieder aus Rheinland-Pfalz sowie sieben weitere Mitglieder, die aus Baden-Württemberg oder Rheinland-Pfalz entsandt werden.

Künftig nicht mehr das größte Aufsichtsgremium

Zum Start der siebten Amtsperiode hat der Rundfunkrat aktuell 52 Mitglieder. Hintergrund ist, dass der Landtag von Baden-Württemberg derzeit weniger Mitglieder benannt hat als staatsvertraglich vorgesehen. Außerdem sind noch drei Sitze von verschiedenen Entsendeorganisationen vakant, wie es hieß.

Der SWR-Rundfunkrat ist damit nicht mehr das größte Aufsichtsgremium im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Das ist nun der 60-köpfige ZDF-Fernsehrat. In der ARD hat der NDR-Rundfunkrat 58 Mitglieder.

Meldung aus dem epd-Basisdienst

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Zuerst veröffentlicht 17.09.2026 16:45

Schlagworte: Medien, Rundfunk, Personalien

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