"Amal" feiert zehnjähriges Bestehen - epd medien

24.09.2026 09:04

Die Nachrichtenredaktion "Amal" startete 2016 mit zehn geflüchteten Journalisten. Heute besteht die Redaktion aus 26 Medienschaffenden, unter anderem aus arabischen Ländern und der Ukraine.

Logo von Amal News

Frankfurt a.M. (epd). Die Nachrichtenredaktion "Amal" feiert ihr zehnjähriges Bestehen. Die Redaktion bietet Lokaljournalismus auf Arabisch, Persisch und Ukrainisch an, wie Amal News am Donnerstag in Frankfurt am Main mitteilte. "Amal" wolle neu Zugewanderten die Orientierung erleichtern und ihnen die Teilhabe an der Gesellschaft ermöglichen. Heute arbeiteten insgesamt 26 Journalistinnen und Journalisten aus arabischen Ländern, Iran, Afghanistan und der Ukraine für die Redaktion. Rund 500.000 Menschen folgten "Amal" in den sozialen Medien.

Zum Auftakt waren im September 2016 zehn geflüchtete Journalistinnen und Journalisten zu einem Workshop der Evangelischen Journalistenschule in Berlin zusammengekommen. Im März 2017 ging "amalberlin.de" online. Seitdem berichtet "Amal" über Politik, Kultur und Alltag vor Ort.

Mehrere Lokalredaktionen

2019 kam eine Lokalredaktion in Hamburg dazu, 2023 eine in Frankfurt am Main. Die ukrainische Redaktion gibt es seit 2022.

"Amal" entwickelt sich den Angaben zufolge stetig weiter: So habe die Redaktion ein eigenes KI-Tool für Routineaufgaben entwickelt. Zudem habe das syrische "Amal"-Team nach dem Sturz des Assad-Regimes im Dezember 2024 die Amal News Journalistenschule in Damaskus gegründet - sie bilde Journalistinnen und Journalisten aus, auch im Umgang mit Desinformation.

Eigenständige Tochtergesellschaft des GEP

"Amal" wurde nach seiner Gründung Teil des Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik (GEP), das auch die Zentralredaktion des Evangelischen Pressedienstes (epd) trägt. Seit 2025 ist Amal News eine eigenständige Tochtergesellschaft des GEP.

Den Start unterstützte finanziell die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD). Danach kam Förderung unter anderem von der Körber-Stiftung, der Schöpflin-Stiftung und der Welcome Alliance. Heute wird "Amal" unter anderem aus dem Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der EU gefördert. Außerdem unterstützen die Crespo Foundation, Porticus und mehrere Landeskirchen die Arbeit.

ema



Zuerst veröffentlicht 24.09.2026 11:04 Letzte Änderung: 24.09.2026 11:24

Schlagworte: Medien, Internet, Flüchtlinge, NEU

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